Mancher Autofahrer, der es eilig hat, scheut nicht vor Abkürzungen zurück, für die ein Fahrverbot gilt. Ein Beispiel ist der Langammelweg, ein geteerter Feldweg. Über die SBB-Gleise diente dieser als Verbindungsstrasse zwischen Wallbach und Zeiningen, wurde jedoch im März 2015 vom Zeininger Gemeinderat mit einem Fahrverbot belegt. «Weil die Strasse schmal ist, mussten die Fahrzeuge beim Kreuzen ausweichen und beschädigten dabei die Strassenränder sowie das Land der Landwirte. Der Unterhalt war aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zu teuer», begründet Gemeindeschreiberin Sheena Heinz das Fahrverbot.

Hansueli Loosli, Leiter der Regionalpolizei Unteres Fricktal, weiss, dass dies einige Autofahrer nicht zu interessieren scheint. «2017 haben wir neun Fahrer gebüsst, welche die Strasse benutzt haben. Kürzlich, innert zweier Wochen, waren es 219», sagt Loosli. Grund hierfür ist eine mobile Videokamera, die nun zeitweise auf dem Langammelweg zum Einsatz kommt.

Die gleiche Kamera wird verwendet, um Verkehrssünder zu überführen, die über die alte Zollbrücke in Rheinfelden fahren. «Die Busse für das Fahren im Fahrverbot beträgt 100 Franken», so Loosli. Doch nicht alle 219 Fahrer, die gefilmt wurden, müssen die Busse bezahlen. Anwohner und Personen, die Aufgaben für die öffentliche Hand wahrnehmen, haben eine Ausnahmebewilligung. Sicher ist, dass die Kamera noch einige Male zum Einsatz kommen wird. «Wann, bleibt offen», so Loosli. (DKA)