Fricktal
Dank der Rüeblitorte ans Eidgenössische?

Fünf Jungschwinger aus der Region kämpfen in einem Wettbewerb von SRF um einen exklusiven Preis.

Nadine Böni
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Fünf Fricktaler Jungschwinger nehmen am SRF-Wettbewerb «Bösi Buebe» teil. SRF

Fünf Fricktaler Jungschwinger nehmen am SRF-Wettbewerb «Bösi Buebe» teil. SRF

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Aron, Tobias, Tim, Danko und Eric haben einen Traum. Die fünf Fricktaler Jungschwinger möchten am Wochenende ans Eidgenössische Schwing- und Älplerfest nach Estavayer-le-Lac reisen, dort bei der Eröffnungsfeier ins Stadion einlaufen und ihre grossen Vorbilder aus der Nähe erleben. «Das wäre für die Jungs wie für einen Fussballfan, der mit Cristiano Ronaldo auf das Feld marschieren darf», sagt Ludwig Dünner, Pressechef des Schwingklubs Fricktal, dem die fünf Buben angehören.

Für die ganze Nordwestschweiz

Der Klub hat sich vor gut einem halben Jahr bei Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) für den Wettbewerb «Bösi Buebe – der grosse Kampf der Jungschwinger» angemeldet. Es galt zunächst, sich gegen die anderen Schwingvereine aus dem Regionalverband Nordwestschweiz durchzusetzen. Das gelang mit einer Portion Zusammenhalt, wie Dünner erklärt. «Schwingen ist zwar ein Einzelsport. Aber es geht auch darum, den anderen zu helfen. Dadurch zeichnen sich unsere Jungschwinger aus.» Der Jury beim SRF schien das zu gefallen.

Nun aber ist die Konkurrenz einige Nummern grösser: Wollen die Fricktaler ihren Traum wahr machen, müssen sie sich in einem zweiten Schritt nämlich gegen die ausgewählten Klubs aus den anderen Regionalverbänden durchsetzen.

Dabei stellte das SRF den Klubs drei Aufgaben – und diese waren mehr als ein sportlicher Wettkampf. Aufgabe Eins: Die Jungschwinger präsentieren ein Kunstwerk aus Sägemehl. Die Fricktaler wählten, passend zu ihrer Heimat, einen Kirschbaum und eine Rüeblitorte. Aufgabe Zwei: Die Jungschwinger besingen in einem Rap-Vers ihren Sport und ihre Region. Und Aufgabe Drei: Die Jungschwinger legen sich im Sägemehl mit einem SRF-Moderator an. Im Fall der Fricktaler war das Sandra Schiess.

Abstimmung bis Ende Woche

Vier Tage hat es gedauert, bis die Aufgaben erfüllt und alle Dreh- und Aufnahmearbeiten abgeschlossen waren. «Diese Zeit haben wir gerne aufgewendet«, sagt Ludwig Dünner. «Schliesslich möchten wir den Jungschwingern einen Traum erfüllen.» Es sei das Ziel eines jeden Jungschwingers, einmal Eidgenosse zu werden und sich in der riesigen Arena mit den Besten des Sports zu messen. «Das Schwingfest hautnah und aus dieser Perspektive miterleben zu können, ist eine zusätzliche Motivation auf dem langen Weg dazu», so Dünner.

Seit Anfang Woche und noch bis am Freitag läuft auf der Homepage des SRF (www.srf1.ch) die Abstimmung darüber, welcher Verein die Aufgaben am besten gelöst hat – und tatsächlich ans Schwingfest darf. Die Fricktaler liegen (Stand Dienstagabend) hinter Rothenburg und Langenthal, aber vor Kerzers und Niederurnen. «Vergleicht man die Grösse der Regionalverbände, sind wir klar der Underdog», sagt Dünner. «Aber wir geben nicht auf.»