Rheinfelden
Daniel Jost kümmert sich gerne um die Geissen an der Stadtmauer

Seit eineinhalb Jahren leben Rheinfeldens Geissen nun in einem Gehege an der Stadtmauer. Den Geissen geht es dort gut, dafür sorgt auch der «Geissenvater» von Rheinfelden, Daniel Jost. Er kümmert sich liebevoll um die Tiere.

Sandra Bös
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Tierpfleger Daniel Jost betreut liebevoll und leidenschaftlich das Geissengehege an der Stadtmauer

Tierpfleger Daniel Jost betreut liebevoll und leidenschaftlich das Geissengehege an der Stadtmauer

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Es ist bereits eineinhalb Jahre her, dass die Rheinfelder Geissen vom Stadtpark in ihr neues Gehege an der Stadtmauer umgesiedelt wurden. In ihrem neuen zu Hause auf der ehemaligen Eselwiese fühlen sich die Geissen sichtlich wohl.

Jeden Donnerstag kommt Daniel Jost frühmorgens zum Geissengehege, um seine Schützlinge zu pflegen und zu füttern. Die Tiere zeigen keinerlei Ängste, scharen sich um ihn und setzen sich teilweise sogar auf seinen Schoss. Schon seit acht Jahren kümmert sich Daniel Jost um die beliebten Stadtgeissen: «Inzwischen kennen mich die Geissen schon und haben Vertrauen zu mir. Manche von ihnen sind seit dem Umzug ins neue Gehege viel ruhiger geworden. Im Stadtpark hatten sie nie wirklich die Möglichkeit, sich richtig zurück zu ziehen, da die Leute sie von allen Seiten beobachten konnten.

13 Geisen

Das ist hier nicht mehr der Fall, da ihre Hütte direkt an der Stadtmauer und ziemlich weit entfernt vom Zaun steht.» Wichtig ist es Jost vor allem, dass die Schaulustigen die Tiere nicht füttern. «Meiner Meinung nach gibt es Füttern mit Dummheit und Füttern mit Verstand. Einmal hat jemand einen Thuja-Heckenstrauch ins Gehege geworfen,der für die Geissen hochgiftig ist.» Neben dem ehemaligen Gehege im Stadtpark stand sogar eine kleine Hütte, wo die Leute Futter für die Geissen deponieren durften, erinnert sich der Tierpfleger. «Leider wurde dort sehr viel Müll hineingeworfen, wie zum Beispiel alte Teigwaren. Wir hatten dort am Ende sogar die Rattenplage. Aus diesen Gründen kümmere ich mich lieber selbst um das Futter der Tiere», so Daniel Jost weiter.

Zurzeit leben 13 Geissen auf der alten Eselwiese, drei davon sind Böcke. Einmal im Jahr bekommt die Stadt einen neuen Bock. Ein Veterinär kommt ebenfalls zum Einsatz, denn alle Geissen werden jährlich kontrolliert, entwurmt und geimpft.

Jost ist ein erfahrener Mann im Umgang mit den Tieren. «Manchmal fällt mir selber auf, wenn etwas mit einer Geiss nicht stimmt. Besteht die Möglichkeit, dann kümmere ich mich auch selber darum, dass die Geiss wieder gesund wird.» Tagtäglich kommen Menschen an das Gehege, um die niedlichen Tiere zu beobachten. Es sind vor allem Familien mit Kindern. Selbst bei Touristen ist das Geissengehege beliebt. «Wenn wir Junge im Gehege haben, sind die meisten Leute hier. Es ist eine Tafel aufgestellt, auf die ich schreibe, an welchen Tagen die Jungen geboren wurden.»