Stein
Damit Steinkauz und Co. im Fricktal wieder heimisch werden: Planungsverband fördert Tierarten

Der Planungsverband Fricktal Regio fördert verschiedene Tierarten. Da BirdLife mit seinem Steinkauzprogramm im Fricktal ebenfalls ­aktiv ist, wurde vom Planungsverband Fricktal Regio die Zusammenarbeit gesucht, um Synergien zu nutzen. «Ziel ist es, dass sich der Steinkauz in der Nordwestschweiz wieder ansiedelt», schreibt Fricktal Regio in einer Mitteilung.

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Immer öfter lässt sich dieses Bild in der Schweiz beobachten: ein erwachsener Steinkauz (links) kümmert sich um einen Jungvogel (rechts). (Archivbild)

Immer öfter lässt sich dieses Bild in der Schweiz beobachten: ein erwachsener Steinkauz (links) kümmert sich um einen Jungvogel (rechts). (Archivbild)

Martin Becker

Um die Chancen zu erhöhen, wurde nach der Aufwertung des Hochstammobstgartens Lienerthalde in Kaiseraugst auch die Umgebung des renaturierten Bustelbachs in Stein mit verschiedenen Massnahmen weiter aufgewertet.

Anlässlich des Arbeitseinsatzes des Naturschutz- und Verschönerungsvereins Stein am Freitag wurde eine dornige Hecke mit einheimischen Sträuchern, unter anderem Wildrosen aus dem Jurapark Aargau, zwischen den beiden Weihern gepflanzt, ergänzt wurde diese mit einem Holzstapel.

Am Rand des Bustelbachs ist ein Steinhaufen aufgeschüttet worden und in Absprache mit Raphael Leder vom Kanton Aargau werden Wurzelstöcke im Bachbett platziert. Die Nisthilfen für den Steinkauz wurden im Gebiet auf ihren Standort und Zustand hin überprüft und werden teilweise ersetzt. Beat Käser, Gemeindeammann von Stein und Bewirtschafter der betroffenen Parzelle, hat den Naturschutz- und Verschönerungsverein Stein bei der Umsetzung der Massnahmen tatkräftig unterstützt. Des Weiteren hatte er die Idee, in der Nähe des renaturierten Bustelbachs weitere Massnahmen zur Förderung der Bio­diversität umzusetzen. In Absprache mit dem Eigentümer der Parzelle, der Novartis Pharma Stein AG, wurden eine Sandlinse mit Asthaufen errichtet und Wildrosen gepflanzt. Dies dient der Schaffung von offenen Bodenstellen und der Förderung von Wildbienen.

«Ein positives Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen», urteilt der Planungsverband und ist überzeugt: «Profiteure sind wir alle – Pflanzen und Tiere in den geförderten Flächen und damit auch der Mensch als Erholungssuchender oder eben Landwirt.» (az)