«Am 26. März hat der Regierungsrat die Gesamtrevision Nutzungsplanung Mettauertal genehmigt. Die fünf Einsprachen sind alle behandelt. Für uns in der zusammengeschlossenen Gemeinde mit den fünf Ortsteilen ist die Bewilligung ein Meilenstein», so der Mettauertaler Gemeindepräsident Peter Weber am Montagmorgen an einer Medienkonferenz. «Wir haben nun die Rechtssicherheit und eine Vereinheitlichung. Es bedeutet Entwicklungsmöglichkeiten. Wir können mit den Zonen arbeiten.»

Als Nächstes möchte der Gemeinderat die neu eingezonte Arbeitszone Glattacher im Ortsteil Etzgen erwerben und erschliessen. Für das direkt an die Firma Jehle anschliessende, 9605 Quadratmeter grosse Industriegebiet will die Gemeinde «50 bis 70 Franken pro Quadratmeter» zahlen, so Weber. Die Idee ist, bis 2017 mindestens eine Firma in der neuen Arbeitszone Glattacher anzusiedeln. Die Zahl der hier möglichen neuen Arbeitsplätze beziffert der Mettauertaler Gemeindepräsident auf 300.

Genügend Bauland

Die Bautätigkeit in der zusammengeschlossenen Gemeinde ist laut Peter Weber erfreulich. So seien zurzeit rund 40 in der Planung, in der Bewilligung oder bereits im Bau. Es könnten aber noch mehr sein. 20 Hektaren unüberbautes Bauland (alle Zonen) bietet Mettauertal. Damit könnte die Bevölkerung von heute nicht ganz 2000 auf gut 3500 anwachsen.

«Unser Bekanntheitsgrad ist zu klein», macht Peter Weber darauf aufmerksam, dass sich die Gemeinde noch besser vermarkten muss. Das geschieht unter anderem mit dem neuen Slogan an den publikumsstarken Tal-Anlässen Bergturnfest Mitte Juni und dem Köhlerfest im August. Mettauertal verspricht im neuen Werbeauftritt künftig nicht nur sonnig zu sein, sondern auch Lebensräume für Lebensträume zu bieten. Raum zum Leben lässt auch der Steuerfuss mit aktuellen 107 Prozent. «Trotz grosser Herausforderungen möchten wir diesen auch in Zukunft beibehalten», so Weber.

Er freut sich, dass die Steuereinnahmen kontinuierlich gestiegen sind und sich auch die Rechnung 2013 mit einer schwarzen Null präsentieren kann.

Platz für Asylbewerber

Bisher hat die Gemeinde Mettauertal keine Asylbewerber bei sich aufgenommen. «Wir wollen jetzt unserer Verpflichtung nachkommen und eine Liegenschaft für zwei Familien mieten», führt dazu Peter Weber aus. Läuft alles nach Plan, könnte bis August in der vorgesehenen Liegenschaft bereits Asylbewerber einziehen. «Wir wollen damit auch ein Zeichen setzen», so Weber.

Zu den Legislaturzielen 2014 bis 2017 des Mettauertaler Gemeinderates gehört unter anderem auch, bis spätestens 2017 mit einem Projekt für Alterswohnungen gestartet zu haben. Weiter sollen auch Tagesschulstrukturen eingeführt und ein Pilotprojekt mit einer Solaranlage auf einem der öffentlichen Gebäude lanciert werden.