Rheinfelden

CVP-Podium: Die Jüngste hat den Mut, auch kritische Fragen zu stellen

CVP-Grossratskandidatin Alina Spuhler ist in Rheinfelden auf Parteipräsident und Nationalrat Gerhard Pfister getroffen.

Die jüngste Grossratskandidatin, Alina Spuhler von der CVP, hatte auch den Parteipräsidenten und Nationalrat Gerhard Pfister eingeladen zur Podiumsdiskussion nach Rheinfelden.

Aus den Lautsprechern dröhnte «Happy» von Pharrell Williams, doch sommerliche Stimmung wollte sich nicht so recht einstellen am Samstag. Der Himmel war grau verhangen. Regen prasselte auf die aufgestellten grossen Schirme. Die herbstliche Kälte kroch unweigerlich unter die Jacken.

Nach Einladung: Gerhard Pfister besucht die jüngste Aargauer Grossratskandidatin

Nach Einladung: Gerhard Pfister besucht die jüngste Aargauer Grossratskandidatin

Alina Spuhler aus Rheinfelden wird erst eine Woche vor den Grossratswahlen 18 Jahre alt. Damit ist sie die jüngste Aargauer Grossratskandidatin. Die junge CVP-lerin lud den Parteichef persönlich in das Aargauer Städtchen ein und dieser hat die Einladung tatsächlich angenommen. Ob es die junge Politikerin in den Grossen Rat schafft, zeigt sich am 18. Oktober.

Grosse Leidenschaft neben der Politik ist das Tanzen

CVP-Grossratskandidatin Alina Spuhler, CVP-Parteipräsident und Nationalrat Gerhard Pfister sowie Moderatorin Christine Salkeld hatten Schutz vor dem Regen unter einem weissen Pavillon gefunden, wo sie sich zur Podiumsdiskussion bei der Schifflände eingefunden hatten. «Es ist mir wichtig, dass Sie mich und meine politischen Positionen kennen lernen», eröffnete Spuhler die Runde.

Im Gespräch mit Salkeld erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer, dass Spuhler als jüngste Grossratskandidatin erst eine Woche vor der Wahl ihren 18. Geburtstag feiert. Spuhler wohnt in Rheinfelden und besucht das Gymnasium in Basel. Ihre grosse Leidenschaft neben der Politik ist seit 14 Jahren das Tanzen.

«Ich lehne extreme Haltungen ab», erklärte Spuhler auf Salkelds Frage, warum sie in der CVP die politische Heimat gefunden hat. An den Politikern der CVP schätze sie insbesondere die Fähigkeit zur Kommunikation.

«Mit 18 Jahren hätte ich den Mut nicht gehabt», meinte Pfister, der sich später als Spuhler für Politik zu interessieren begonnen hatte. Obgleich er aus einer CVP-Familie stammt, kam das Interesse erst während seines Studiums auf. Salkeld wollte wissen, wie die CVP den Nachwuchs fördert und Pfister meinte, dass jungen Menschen schnell die Möglichkeit gegeben werde, sich in der Partei einzubringen.

Thema Bildung ist für sie eine Herzensangelegenheit

Von Spuhler wollte Salkeld wissen, aus welchen Gründen die Wähler sie in den Grossen Rat wählen sollten. «Ich bin jemand, der den Mut hat, kritische Fragen zu stellen», meinte Spuhler und an die Zuhörer gewandt: «Ich möchte nicht nur meine Anliegen im Grossrat vertreten, sondern auch Ihre.» Auf Familienpolitik angesprochen führte Spuhler aus, dass ein Vorteil der Schweiz sei, dass es so viele gut ausgebildete Menschen hat, daher sollten Kitas finanziell unterstützt werden, damit beide Elternteile arbeiten gehen können, wenn sie das wünschen. Pfister stimmte ihr zu, dass im Inland ein grosses nicht genutztes Potenzial an Arbeitskräften gebe.

Das Thema Bildung ist für Spuhler Herzensangelegenheit. «Unser gutes Bildungssystem hat die Schweiz so erfolgreich gemacht», meinte sie. Das Bildungssystem müsse beibehalten und gestärkt werden, und auch die in der Schweiz weitverbreitete ehrenamtliche Arbeit will sie unterstützen.

Bei der abschliessenden Fragerunde erkundigte sich ein Zuhörer, wie Spuhler zur Namensdiskussion innerhalb der CVP stehe, wo die Mitglieder per Urabstimmung über eine Umbenennung in «Die Mitte» entscheiden. Persönlich habe sie sich nicht am C im Namen gestört, sagte Spuhler, aber sie stehe auch hinter dem Konzept des neuen Namens. Eine Interessierte erkundigte sich, ob Spuhler überhaupt die Zeit habe, in den Grossen Rat zu gehen, wenn sie noch die Schule besucht. Spuhler sagte, dass sie sicher sei, dass dies mit einem guten Time-Management gelingen werde. Zum Abschluss der Veranstaltung lud sie die Zuhörer noch zum Essen in den Risottobus der CVP ein.

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