Coronapandemie
Jean-Pierre Gallati weckt in Laufenburg Hoffnung auf ein Ende der Impfstoffknappheit

Seit Montag können sich über 75-Jährige und Risikopatienten auch in Laufenburg impfen lassen. Beim Besuch des Impfzentrums in der Stadthalle würdigte der Aargauer Gesundheitsdirektor den Einsatz des Teams des Gesundheitszentrums Fricktal und versprach: Im Mai kommen 300 000 Impfdosen in den Kanton.

Hans Christof Wagner
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Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati (2. v.l.) besuchte am Dienstag das Impfzentrum in Laufenburg.

Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati (2. v.l.) besuchte am Dienstag das Impfzentrum in Laufenburg.

Hans Christof Wagner

Mit dem Impfzentrum in Laufenburg hat Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati das achte Impfzentrum im Aargau besucht. Der Regierungsrat zeigte sich vor Ort beeindruckt davon, wie auch im oberen Fricktal zusammengearbeitet worden ist, um das Angebot in der Stadthalle aufzubauen.

Vorerst nur 500 Impfungen pro Woche möglich

In Laufenburg sind seit dem Impfstart sieben Mitarbeitende des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF) damit betraut, die einbestellten Impfpatienten zu behandeln. Laut GZF-Sprecherin Miriam Crespo ist der Betrieb gut gestartet. Probleme mit der Sicherheit, allergischen Reaktionen oder anderen heftigen Nebenwirkungen habe es keine gegeben. Wie beim zweiten Fricktaler Impfzentrum in Rheinfelden können auch in Laufenburg pro Woche vorerst rund 500 Impfungen durchgeführt werden. Solange der Impfstoff knapp sei, bleibe das auch so. Gallati brachte indes die gute Nachricht mit nach Laufenburg. Er sagte:

«Im Mai kommen 300 000 Impfdosen in den Aargau. Dann müsste die Knappheit ein Ende haben.»

Jürgen Kuhn, am GZF organisatorischer Leiter der Covid-19-Taskforce, berichtete Gallati, dass sein Team auch schon Impfwillige habe abweisen müssen, weil sie die Voraussetzungen nicht erfüllt hätten.

In Laufenburg kommt wie in Rheinfelden der Impfstoff des US-Herstellers Moderna zum Einsatz. Im Unterschied zu dem von Biontech/Pfizer kann dieser im Kühlschrank aufbewahrt werden und macht dadurch die Logistik in der Stadthalle Laufenburg einfacher.

Gallati dankte Urs Keller vom Regionalen Führungsorgan Oberes Fricktal für den Aufbau des Zentrums. «Es ist eine schöne Erfahrung, dass beim Aufbau so viele Organisationen zusammengearbeitet haben», sagte GZF-CEO Anneliese Seiler. Laufenburgs Vizeammann Meinrad Schraner betonte:

«Das Laufenburger Impfzentrum ist eine grosse Erleichterung für die Menschen im oberen Fricktal.»

Jetzt gelte es, Hoffnung zu schöpfen auf einen «hoffentlich weitgehend maskenfreien Sommer 2021», so Schraner.