Corona-Impfung
Am Montag geht es in Rheinfelden los – das müssen Sie über das Impfzentrum wissen

Am Montag wird das erste Impfzentrum im Fricktal eröffnet. Im Bahnhofsaal in Rheinfelden werden pro Woche bis zu 4800 Personen geimpft. Zwei Wochen später folgt das Impfzentrum in Laufenburg.

Thomas Wehrli
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Eine Woche nach Muri (Bild) geht am Montag das Impfzentrum in Rheinfelden in Betrieb.

Eine Woche nach Muri (Bild) geht am Montag das Impfzentrum in Rheinfelden in Betrieb.

Britta Gut / 01.02.2021

Jetzt ist es definitiv: Das Impfzentrum in Rheinfelden kann am Montag in Betrieb gehen. «Wir sind froh, dass wir am kommenden Montag das erste Impfzentrum in Rheinfelden in Betrieb nehmen können und das Fricktal nur zwei Wochen später mit Laufenburg ein weiteres Impfzentrum erhält», sagt Miriam Crespo, Mediensprecherin des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF), das die beiden Impfzentren betreibt.

Das Impfzentrum in Rheinfelden ist das fünfte, das im Kanton den Betrieb aufnimmt. Bislang mussten die Fricktaler nach Aarau, Windisch oder Baden, um sich impfen zu lassen.

«Wir freuen uns, dass der Kanton Aargau beschlossen hat, im Fricktal Impfzentren zu betreiben», sagt Crespo. Schliesslich sei das Fricktal mit fast 83'000 Einwohnern eine bedeutende, stark wachsende Region für den Aargau, sagt Crespo. «Mit den beiden Impfzentren bieten wir den Menschen in unserer Region möglichst unkompliziert und wohnortsnah die Möglichkeit zur Impfung.» Crespo ist überzeugt:

«Das ist ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie und für den Weg zurück in die Normalität.»

Das Impfzentrum in Rheinfelden befindet sich im Bahnhofsaal. Es verfügt über acht Check-in-Zonen, zehn Impfkojen sowie einen Sanitätsbereich. Im Einsatz sind in der Startphase sieben Personen. Geleitet werden die beiden Impfzentren von Irene Ruoss. Sie ist als Leiterin Pflegeprojekte schon lange für das GZF tätig.

Zwei Pflegekräfte nehmen die Impfung vor

Der Ablauf sieht vor, dass zwei Mitarbeitende die zur Impfung angemeldeten Personen in Empfang nehmen und das Check-in durchführen. Zwei Pflegefachkräfte werden die Impfung verabreichen und ein Mitarbeitender wird als «Allrounder» unterstützend zum Einsatz kommen. Vor Ort ist immer auch ein Arzt. Er trägt die Verantwortung dafür, dass der Impfbetrieb aus medizinischer Sicht reibungslos abläuft. Zudem ist er Ansprechpartner, wenn geimpfte Personen unmittelbar nach der Impfung Impfreaktionen zeigen sollten. Crespo:

«Der Arzt wird auch zugezogen, wenn beim Check-in Fragen auftauchen, ob jemand für die Impfung qualifiziert ist.»

Die beiden Impfzentren des GZF haben bei der aktuellen Ausbaugrösse und den aktuellen Betriebszeiten (8–12 und 13–17 Uhr) eine maximale Impfkapazität von 4800 Impfungen pro Woche und Impfzentrum. «Da der Impfstoff derzeit sehr knapp ist, starten wir am Impfzentrum Rheinfelden mit wöchentlich 500 Impfungen», sagt Crespo. Sobald mehr Impfstoff verfügbar sei, «werden wir die Impfungen sukzessive erhöhen und die Anzahl Mitarbeitende entsprechend anpassen».

Keine Impfung ohne Anmeldung

Geimpft wird nur, wer einen Impftermin hat; «Walk-ins werden nicht geimpft», betont Crespo. Zu einem Impftermin kommt man über das Anmeldeformular des Kantons oder über die nächste Apotheke. Hier kann man auch auswählen, in welchem Impfzentrum man sich impfen lassen will. Klickt man mehrere Zentren an, bekommt man dort einen Termin, wo am schnellsten einer verfügbar ist. Frei gewählt werden kann der Impftermin nicht.

Geimpft werden aktuell nur Personen über 75 Jahre sowie Risikopersonen. Diese müssen sich ebenfalls online anmelden und im Impfzentrum zusätzlich ein entsprechendes ärztliches Attest vorweisen.

Dies gilt es für den Besuch des Impfzentrums zu beachten

  • Damit der Betrieb reibungslos funktioniert, sollte man möglichst punktgenau – also auch nicht viel zu früh – erscheinen. «Der Eintritt erfolgt frühestens 15 Minuten vor Impftermin», sagt Crespo.
  • Eintritt erfolgt nur mit Schutzmaske.
  • Aufgrund der Pandemie gibt es keine allgemeinen Warte- und Aufenthaltsbereiche im Innenbereich der Impfzentren.
  • Es gibt keine Garderoben: Jacken, Taschen und Schirme müssen stets mit sich genommen werden.
  • Im Innenbereich der Impfzentren sind Foto- und Videoaufnahmen verboten.
  • Tipp: «Um den Oberarm für die Impfung möglichst schnell freimachen zu können, empfehlen sich kurzärmelige Hemden/Blusen oder T-Shirts unter Jäckchen/Cardigans und Jacke», so Crespo.