Die Artisten treffen nach und nach ein, die roten Holzplanken der Manege sind frisch gestrichen, Fotos für das diesjährige Programmheft werden geknipst – der Circus Nock steht in den Startlöchern für die Premiere seines neuen Programms in Frick.

«Nach der viermonatigen Winterpause fiebern wir natürlich alle dem ersten Auftritt entgegen. Wir sind aufgeregt, freuen uns jedoch sehr, dass es endlich wieder losgeht», sagt Zirkusdirektorin Alexandra Nock, die mit ihrer Schwester Franziska den Zirkus leitet. Bereits letzte Woche schlug der Zirkus im Ebnet seine Zelte auf: «Der Aufbau ist Routine. Es geht rund sechs Stunden, bis das Hauptzelt steht», sagt Nock.

Abläufe müssen stimmen

Die grösste Herausforderung nach der langen Winterpause ist es, die einzelnen Nummern aufeinander abzustimmen, sodass kein Leerlauf entsteht und die Zuschauer permanent Unterhalten werden: «Wir werden am Freitagabend oder Samstagmorgen eine Hauptprobe machen, in der wir das komplette Programm abspulen werden», sagt die Zirkusdirektorin.

Sobald alle Artisten eingetroffen sind, werden die einzelnen Nummern geprobt: «Die Akrobaten beherrschen ihre Nummern aus dem Effeff. Es geht vielmehr darum, die einzelnen Showelemente aufeinander abzustimmen. So müssen einzelne Choreografiepunkte, die musikalische Untermalung des Orchesters und die Lichteffekte miteinander harmonieren. «Unser Ziel ist es, den Zuschauern, aus dem Zusammenspiel dieser drei Elemente eine perfekte Show zu liefern. Wir wollen mehr als nur unterhalten», sagt Nock.

In Form bleiben

Wichtig nach einer langen Winterpause sei vor allem, dass die Akrobaten in Form blieben, da die Auftritte häufig viel Kraft und Körperbeherrschung abverlangten: «Wenn man über den Winter nicht aufpasst, dann verliert man seine Muskeln schnell und nimmt zu», sagt die Zirkusdirektorin. Viele Akrobaten treten aber auch im Winterzirkus auf und halten sich alleine dadurch schon in Form. Oftmals spulten die Akrobaten in ihrer freien Zeit ein persönliches Trainingsprogramm ab: «Manche trainieren mit Hanteln, andere machen Liegestütze. Jeder hat da so seine spezielle Strategie», sagt Nock. Während einer Tournee, sei es aber auch wichtig, dass die Artisten sich ausreichend regenerierten. So gingen während einer Saison das permanente Üben der Nummern und die wöchentlichen Auftritte an die physische Substanz.

Besonders gespannt ist Nock auf das neue Programmfinale: Auf einem dünnen Seil, das mehrere Meter über dem Boden hängt, werden vier Männer und drei Frauen eine Pyramide bilden – ohne Absicherung. Wichtig sei bei den einzelnen Nummern, dass die Artisten die Konzentration hochhielten, damit alles funktioniere. Dies weiss Nock, die sich über zehn Jahre als Freiluftakrobatin durch die Lüfte schwang, aus eigener Erfahrung: «Ich bin in meiner Karriere kein einziges mal abgestürzt, weil ich immer voll konzentriert gewesen bin.»

Vorstellungen Circus Nock: Samstag, 12, März, 20 Uhr und Sonntag, 13. März, 14.30 und 18 Uhr, Frick, Ebnet.