Chronik
Ein Jahr mit viel Natur, Trotti-Touren und einem Chor, der 125 Jahre alt wurde

«Gansingen 2020», die Dorfchronik der Gemeinde, ist erschienen. Auf knapp 100 Seiten berichtet das Autorenteam trotz ausgedünnter Dorfkultur von viel Unerwartetem, Neuem und Kuriosem.

Dennis Kalt
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Im Sommer wurde der alte Weiher Bürerberg in Gansingen saniert. Der Schlamm wurde ausgebaggert und eine neue Abdichtung eingebaut.

Im Sommer wurde der alte Weiher Bürerberg in Gansingen saniert. Der Schlamm wurde ausgebaggert und eine neue Abdichtung eingebaut.

Bild: zvg

Soll die Dorfchronik «Gansingen 2020» angesichts der ausgedünnten Dorfkultur überhaupt erscheinen? – Ja, sagte sich das Gansinger Chronikteam, denn der jährliche Rückblick auf das Dorfgeschehen über bald vier Jahrzehnte dürfe keinen Unterbruch erleiden. «Krisen wie die aktuelle würden auch viel Neues, Unerwartetes, Schönes hervorzaubern.»

Neu im vergangenen Jahr waren etwa die Trotti-Touren zum Cheisacherturm, die von Christoph Koch und Roger Erdin entwickelt wurden. Letzter zieht in einem Bericht Bilanz:

«Trotz der Coronavirus-Pandemie wurden zwischen Juni und Oktober 2020 über 20 Trotti-Touren über den Cheisacher gebucht.»
Urs Ammann.

Urs Ammann.

Samuel Schuhmacher

Schulleiter Urs Ammann erzählt von den Herausforderungen, die der Wechsel des Präsenzunterrichtes zu Homeschooling mit sich brachte und wie die Verhandlungen mit den Softwareherstellern auf Hochtouren liefen. Während die Schulzimmer leerblieben, so das Fazit von Ammann, «machten die Lehrpersonen eindrückliche Fortschritte im Umgang mit den digitalen Medien».

Turmfalken brüten im Kirchturm

In mehreren Beiträgen und mit vielen Fotos liefert Meinrad Bärtschi Einblicke in Flora und Fauna der Gemeinde. Einer davon handelt von einem Turmfalkenpaar, das im Kirchturm Junge führte. Ein anderer, wie der alte Weiher Bürerberg saniert wurde.

Anlässlich des 125-Jahre-Jubiläums des Kirchenchor St.Georg lässt die Chronik deren Geschichte Revue passieren. Während heutzutage die meisten Chöre froh um neue Mitglieder sind, mussten Anfang des 20. Jahrhunderts die Kandidaten eine «Gesangsprobe vor dem Direktor bestehen» und zur nächsten Chorprobe «erst noch eine Eintrittsgebühr von Fr. 5.- bezahlen!», heisst es im entsprechenden Beitrag.