Rheinfelden

Chor sucht neue Gesichter – eine Obergrenze gibt es dabei nicht

Die Altstadt von Rheinfelden.

Die Altstadt von Rheinfelden.

Jo Peeters will mit einem Projektchor an der Rheinfelder Kulturnacht 2020 Volkslieder aus aller Welt singen.

«Die Rheinfelder Kulturnacht im kommenden Mai ist ideal, um Chormusik zu ­promoten», ist Jo Peeters überzeugt. Der Magdener vertritt den Fricktaler Sängerbund im Vorstand des Aargauischen Kantonalgesangsvereins «Aargau singt» – und hat nun ein eigenes Chorprojekt ins Leben gerufen.

«Volkslieder aus aller Welt» lautet das Thema, das Peeters gewählt hat. «Ziel ist es, Menschen grenz- und kulturübergreifend einander näher zu bringen.» Gereift ist das Vorhaben aus mehreren Gründen:

«Einerseits ist die Kulturnacht Rheinfelden ein grenzüberschreitender Anlass der beiden Städte und andererseits sind hier viele Menschen aus anderen Ländern und Kulturen wohnhaft.»

Als Dirigenten konnte Jo Peeters Roberto Vacca gewinnen. Der Pianist, Akkordeonist und Dirigent mit italienischen Wurzeln wohnt mit seiner Familie in der Altstadt von Rheinfelden. «Er ist der ideale Mann, um dieses Projekt zu begleiten», ist Peeters, der Vacca von einem anderen Chor her kennt, überzeugt.

Volkslieder in den ­Originalsprachen

Initiator Peeters wünscht sich ein «klanglich wie sprachlich buntes Programm an mehrstimmigen Volksliedern», wie es auf der Website des Chorprojekts heisst. Gesungen werden sollen Lieder aus den Themenkreisen Liebe und Liebesleid, Tanz, ­Feste und Feiern in den Originalsprachen.

«Wir haben bereits einige Lieder im Kopf, aber das definitive Programm steht noch nicht», so Peeters. Es soll auf die Sängerinnen und Sänger des Chors abgestimmt werden. «Wenn jemand aus dem russischen Raum mitmacht, würden wir etwa gerne ein russisches Volkslied ins Programm aufnehmen», so Peeters.

Derzeit ist die Suche nach interessierten Sängerinnen und Sängern im Gang. «Ziel ist es, auch Leute zu begeistern, die bislang noch nicht in einem Chor ­singen», so Peeters. Ein bisschen Chorerfahrung sei allerdings dennoch von Vorteil und auch Notenkenntnisse seien nützlich. «Man muss allerdings nicht ab Blatt singen können», sagt Peeters.

Probephase dauert nur knapp vier Monate

Ebenfalls wichtig sind eine ­gewisse Flexibilität und die ­Bereitschaft, sich auch selbstständig vorzubereiten. «Dies ist nötig, weil wir nur eine kurze Probephase haben werden», so Peeters. Tatsächlich sollen die Proben erst Mitte Januar beginnen, der Auftritt auf der Kulturnacht-Bühne findet dann bereits am 8. Mai statt. Geplant sind für das rund dreissigminütige Konzert maximal 10 bis 15 Probestunden.

Realisiert wird das Projekt, wenn mindestens acht Sängerinnen und Sänger mitmachen. Dies sollte kein Problem sein, wie Jo Peeters sagt. Am vergangenen Samstag fand nämlich ein erstes Kennenlern-Treffen von Interessierten statt. «Zwölf ­Personen waren dabei. Ich hoffe nun, dass möglichst viele im Chor mitmachen», so der Initiator.

Am kommenden Samstag, 21. Dezember bietet sich um 16 Uhr in der Rheinfelder Kapuzinerkirche eine zweite Kennenlern-Gelegenheit. Weitere neue Gesichter sind willkommen. «Wir haben schliesslich keine Obergrenze für den Chor festgelegt», so Peeters.

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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