Fricktal
Chinesische Delegation besuchte das Fricktal

Eine siebenköpfige Delegation aus der chinesischen Provinz Shandong besuchte am Dienstag den Aargau und machte dabei Halt in Hornussen und Stein.

Marc Fischer
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Gruppenbild vor dem Syngenta-Werk in Stein: in der Mitte Vize-Gouverneur Wanzhi Jia, umrahmt vonRoberto Fröhlich (links) und Matthias Müller (rechts) und weiteren Delegationsmitgliedern. mf

Gruppenbild vor dem Syngenta-Werk in Stein: in der Mitte Vize-Gouverneur Wanzhi Jia, umrahmt vonRoberto Fröhlich (links) und Matthias Müller (rechts) und weiteren Delegationsmitgliedern. mf

Angeführt wurde die Delegation aus China vom Vize-Gouverneur der Provinz Shandong, Wanzhi Jia. Die Provinz liegt im Osten Chinas und hat rund 90 Millionen Einwohner, durchschnittliche Ortschaften weisen eine Einwohnerzahl von rund einer Million auf. Nachdem bereits seit längerem Kontakte zwischen dem Kanton Aargau und Shandong bestehen, diente dieser Besuch einerseits der Vertiefung der Beziehungen und andererseits war der Fokus eindeutig auf die Landwirtschaft gerichtet.

Die Aargauer Delegation unter der Leitung von Roberto Fröhlich, Generalsekretär des Departements für Finanzen und Ressourcen, und Matthias Müller, Abteilungsleiter Landwirtschaft, führte die Gäste nach der kurzen Begrüssung im Regierungsgebäude zunächst ins landwirtschaftliche Zentrum Liebegg. «Unsere chinesischen Gäste waren sehr interessiert an unserer nachhaltigen Landwirtschaft und zeigten sich darüber sehr beeindruckt», fasste Roberto Fröhlich den Besuch auf der Liebegg zusammen.

Anschliessend führte die Reise ins Fricktal. Zunächst erhielten die chinesischen Gäste Einblick in den Weinbau im Weingut der Familie Fürst in Hornussen. Wie Matthias Müller ausführte, steigt in China die Nachfrage nach Wein, und der Kanton Aargau sieht eine Chance, künftig Wein nach Shandong zu exportieren. Zweiter Halt war das Syngenta-Werk in Stein, wo die Delegation eine Führung absolvierte und dabei Einblicke in den Pflanzenschutz bekam.

«Für unsere Gäste sind wir zwar die Kleinen», führte Fröhlich aus, «aber man merkt das Interesse und den Willen, etwas aus dem Besuch mitzunehmen.» Da rund die Hälfte der Einwohner der Provinz von der Landwirtschaft leben, bieten sich in Shandong grosse Anwendungsmöglichkeiten. Doch auch der Kanton Aargau hofft, von den vertieften Kontakten wirtschaftlich profitieren zu können.

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