Grossratswahlen

Carole Binder: «Es wird um Bildung gehen»

Carole Binder ist neu im Grossen Rat, das freut auch Ehemann Ralph.

Carole Binder ist neu im Grossen Rat, das freut auch Ehemann Ralph.

Carole Binder holt den zweiten SP-Sitz im Bezirk Rheinfelden. Enttäuschung beim abgewählten Werner Erni.

Neu im Grossen Rat Grosse Freude in Magden: Carole Binder erobert mit ihren 2271 Stimmen den zweiten Grossratssitz für die SP im Bezirk Rheinfelden. Jetzt bildet sie mit Claudia Rohrer, mit 2481 Stimmen klar wiedergewählt, ein Frauenteam in Aarau.

«Ich war in den Wochen zuvor eigentlich ziemlich entspannt, doch das hat sich dann am Sonntag geändert», sagt Binder, die den Wahltag zu Hause in Magden verbrachte, «mit Tele M1 und Liveticker».

Feier mit Familie, Freunden und politischen Weggefährten

Als dann gegen 14 Uhr feststand, dass sie nach Rohrer das zweitbeste SP-Resultat im Bezirk geholt hatte, stieg die Nervosität bei ihr wie Ehemann Ralph nochmals an. Wird es auch für den zweiten SP-Sitz reichen? Ja, es reichte. Gegen 15.30 Uhr stand auch das fest. «Mit 2271 Stimmen hätte ich niemals gerechnet», so die Sozialdemokratin, die für ihre Partei auch im Gemeinderat Magden sitzt. Dort ist die Lehrperson für Bildung zuständig. Dort hat sie auch die nötige Hausmacht mobilisieren können, was mit zum Gesamtsieg im Bezirk beigetragen hat. Den feierte sie am Wahlabend gemeinsam mit der Familie, Freunden und politischen Weggefährten zu Hause.

Bildung werde auch ihr Kernthema im Grossen Rat des Kantons Aargau sein, kündigt Binder an. «Es wird um den Standort der im Fricktal geplanten Mittelschule ebenso gehen wie um Bildung allgemein», sagt sie. Aber es sei noch offen, in welchen Kommissionen sie in Aarau tätig sein wird. Warum der zweite Sitz an sie statt an den bisherigen SP-Grossrat Werner Erni, der auf 1936 Stimmen kam, gegangen ist, vermag Binder am Wahlabend noch nicht einzuschätzen. Dafür sei es noch zu früh. «Es tut mir jedenfalls sehr leid für Werner Erni», sagt sie.

In der Heimatgemeinde ein «sehr gutes Ergebnis»

Erni äussert sich auf Nachfrage der AZ «enttäuscht» über seine Abwahl. Der Sozialdemokrat war erst seit Frühjahr 2019 im Grossen Rat, als Nachfolger des zurückgetretenen Peter Koller. «Schwierig zu sagen, woran es gelegen hat, aber sicher nicht an meiner Arbeit», sagt Erni. «Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang mit der Geschichte Mittelschule. Da bin ich ja sehr stark angegriffen worden vom bürgerlichen Lager», sagt er. Werner Erni tröstet es allerdings, in seiner Heimatgemeinde Möhlin «ein sehr gutes Resultat» gemacht zu haben. Und, dass die SP im Bezirk Rheinfelden den zweiten Sitz halten kann.

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