Handball

Captain Kaiser: «Bei uns hat das Kollektiv gestimmt»

Jubel bei Möhlin mit dem überragenden Torhüter Rok Jelovcan (in Rot). Alexander Wagner

Jubel bei Möhlin mit dem überragenden Torhüter Rok Jelovcan (in Rot). Alexander Wagner

Das NLB-Team des TV Möhlin besiegte im Cup bereits die zweite NLAEquipe. Captain Sebastian Kaiser blickt auf die nervenaufreibende Partie zurück.

Herr Kaiser, wie gross war die Erleichterung, als Sie und Ihre Teamkollegen den Sieg gegen Endingen nach dem Führungstreffer zwei Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit und dem Ausgleich per Siebenmeter in der Verlängerung doch noch ins Trockene bringen konnten?

Sebastian Kaiser: Die Erleichterung war eigentlich schon nach 60 Minuten da, als Karlo Ladan das vermeintliche Siegestor geschossen hatte. Dann mussten wir halt doch noch in die Verlängerung – aber wir wollten ja den 800 Zuschauern in der Halle auch etwas bieten (lacht). Nein, Spass bei Seite. Wir sind extrem froh, dass wir nach den vielen knappen Niederlagen gegen Endingen endlich wieder einmal gewinnen konnten.

Endingen war nach GC/Amicitia bereits das zweite NLA-Team in Folge, das Möhlin aus dem Cup spedieren konnte. Wird der TV Möhlin zum Favoritenschreck im Cup?

Klar haben wir jetzt zwei NLA-Teams geschlagen, aber wir müssen auf dem Boden bleiben. In beiden Matches ist vieles für uns gelaufen. Gegen die grossen Kaliber wie Schaffhausen, Bern, Luzern oder Winterthur sieht das dann anders aus. Trotzdem will ich die Siege auf keinen Fall kleinreden. Diese Erfolge sind für uns etwas ganz Besonderes und genau dafür arbeiten wir jede Woche.

War es für Sie persönlich ein besonderer Sieg, da Sie vor Ihrem Engagement bei Möhlin drei Jahre in Endingen gespielt hatten?

Natürlich habe ich noch immer Kollegen im Team von Endingen. Mittlerweile ist es aber schon die dritte Saison, die ich in Möhlin spiele, und daher ist Endingen für mich ein Gegner wie jeder andere auch. Ganz am Anfang nach dem Wechsel waren die Duelle gegen Endingen jeweils sehr speziell.

Die Partie TV Möhlin - TV Endingen in voller Länge.

Die Partie TV Möhlin - TV Endingen in voller Länge.

Was war der Knackpunkt in der Partie gegen Endingen?

Bei uns hat das Kollektiv gestimmt. Wir hatten die Verantwortung auf viele Schultern verteilt und auch die Jungen haben diese Aufgabe souverän gelöst. Den Grundstein für den Erfolg haben wir in der ersten Halbzeit gelegt, als wir 12:6 in Führung lagen. Die zweite Hälfte war dann nicht mehr gleich gut, aber wir hatten mit Roc Jelovcan einen Torhüter, der schlicht grossartig gespielt hat. Ohne ihn wäre es enorm schwierig geworden, Endingen zu schlagen.

Jetzt steht Möhlin im Cup-Viertelfinal. Gibt es einen Wunschgegner?

Ich möchte natürlich gerne in die Halbfinals kommen, das wäre genial. Von daher wäre ein Team aus der NLB natürlich ein gutes Los. Für die Fans wäre aber auch ein weiteres NLA-Team eine tolle Sache. Wir lassen uns überraschen. Wir werden ohnehin alles versuchen, um zu gewinnen – egal, gegen wen wir spielen.

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