Rheinfelden

Buttons, Luftballons und ein Marsch für den neuen Steg zu den Namensvettern

Stadtammann Franco Mazzi (l.) bei seiner Rede vor Aktiven von «Unser Steg» beim angedachten Brückenkopf. ach

Stadtammann Franco Mazzi (l.) bei seiner Rede vor Aktiven von «Unser Steg» beim angedachten Brückenkopf. ach

Die Befürworter des Rheinstegs machten an Neujahr auf ihr Anliegen aufmerksam. Denn erstmals in der Geschichte beider Grenzstädte erhalten Bürgerinnen und Bürger die Chance, gemeinsam über ein ehrgeiziges Projekt abzustimmen.

Erstmals in der Geschichte beider Grenzstädte erhalten Bürgerinnen und Bürger die Chance, gemeinsam über ein ehrgeiziges Projekt abzustimmen. Dabei geht es um den geplanten, etwa mit 6 Millionen Franken budgetierten Steg für Fussgänger- und Velofahrer über den Rhein.

Zu einem ungewöhnlichen Neujahrsspaziergang trafen sich am Sonntagnachmittag rund einhundert Steg-Befürworter bei der Einmündung Flossländeweg, wo dereinst der Schweizer Brückenkopf entstehen könnte, um das Bauwerk dann hinüber ans badische Flussufer zu spannen. Die deutsch-schweizerisch besetzte Aktionsgemeinschaft «Unser Steg» hatte gemeinsam mit der altgedienten Gruppierung «IG pro Steg» mit Präsident und alt Vizeammann Peter Scholer an der Spitze die Initiative ergriffen, um für den neuen Rheinübergang die Werbetrommel zu rühren. Blaue Buttons und gelbe Luftballons wurden unter das heiter und optimistisch gestimmte Völkchen verteilt, um auch sichtbar die Solidarität mit der Steg-Planung zu bekunden.

Die vorgesehenen Abstimmungen bezeichnete Scholer als «einmalig» und «Novum für die deutschen Freunde», da dort die Bevölkerung am 31. Januar ihr Ja oder Nein zum Steg bekunden darf. Aufgerufen sind rund 26'400 Stimmberechtigte. Erstmals reicht ein Quorum von 20 Prozent aus, um einen dann für den Gemeinderat bindenden Entscheid zustande zu bringen.

Voraussichtlich im März erhält der Souverän in der Schweizer Schwesterstadt an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung die Gelegenheit, sich zum Projekt zu äussern. «Wir sollten eine saftige Abstimmung im Sinne unserer Stadtentwicklung hinlegen», ermunterte Peter Scholer zum Ja.

Wegweisender Entscheid

Ganz im Sinne von Stadtammann Franco Mazzi, der mit einem kleinen Vorgriff auf seine Neujahrsansprache das Jahr 2016 als «wegweisend für die Zukunft» bewertete. Und dazu gehöre auch der Rheinsteg.

Dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beider Rheinfelden seit vielen Jahren gut funktioniert, machte er an einigen Beispielen fest: Schliessung der alten Rheinbrücke für den Individualverkehr, Autobahnumfahrung und Bau der neuen Rheinbrücke mit Veloweg, S-Bahn-Station im Augarten, Halt des sogenannten, auch von vielen Deutschen genutzten Flugzugs nach Zürich-Kloten und schlussendlich der Bau des neuen Rheinkraftwerks mit Aufstiegsgewässer und anderen teuren Naturschutzmassnahmen. Mazzis Resümee, ehe man sich auf den Spaziergang entlang der Uferpromenaden begab: «Wir sind hervorragend verbunden und wünschen in Sachen Steg eine richtige Entscheidung.»

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