Zeihen
Büro des Forstbetriebs nach Brand komplett zerstört – 200'000 Franken Schaden

Am Samstagmorgen brannte das Gebäude der Forstbetrieb Homberg-Schenkenberg. Es entstanden bis zu 200'000 Franken Schaden. Am schlimmsten in Mitleidenschaft gezogen wurde das Büro mit drei Arbeitsplätzen. Es wurde komplett zerstört.

Marc Fischer
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Brand in Zeihen (20.10.2018)
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So sieht es im Forstwerkhof nach dem Brand aus: Das Büro ist zerstört.
Der Sachschaden beträgt bis zu 200'000 Franken.
"Alles ist schwarz. Das macht schon Eindruck", sagt Christian Bühler, dem Leiter des Unterhaltsbetriebs.
Der Brand im Forstbetrieb in Zeihen brach in der Nacht aus.
Der Forstwerkhof nach dem Brand aus der Vogelsperspektive. Er steht neben einem SBB-Gleis. Deshalb stand auch ein Löschzug der SBB im Einsatz.
Verletzt wurde niemand.

Brand in Zeihen (20.10.2018)

Marc Fischer

Nur wenige Stunden nach der Endprobe galt es am frühen Samstagmorgen ernst für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Oberes Fricktal. Im Gebäude des Forstbetriebs Homberg-Schenkenberg loderten im ersten Stock die Flammen. «Ein Lokomotivführer hat den Brand gesehen und Alarm ausgelöst», sagt Feuerwehrkommandant Marco Bürgi. Allerdings hiess es im ersten Alarm, der Brandplatz befinde sich in der Nähe des Bahnhofs Effingen. «Nach rund zehn Minuten konnten wir dies allerdings korrigieren», so Bürgi.

Insgesamt standen gut 60 Feuerwehrleute im Einsatz, neben der Feuerwehr Oberes Fricktal auch die Stützpunktfeuerwehr Frick und ein Löschzug der SBB. «Dieser musste allerdings nicht eingreifen», so Bürgi. «Er konnte uns aber bei der Beleuchtung des Brandplatzes helfen.»

Bis zu 200'000 Franken Schaden

Nach rund 20 Minuten hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Dennoch habe es weiterhin grosse Rauchentwicklung gegeben, so Bürgi. Zudem musste ein Loch ins Dach geschnitten werden, um auszuschliessen, dass es in einem Hohlraum weitere Brandherde gibt. Dem Einsatz der Feuerwehr sei es zu verdanken, dass die Flammen nicht noch mehr Schaden angerichtet haben, sagt Rolf Treier, Betriebsleiter und Revierförster des Forstbetriebs Homberg-Schenkenberg.

Dennoch ist die Zerstörung beträchtlich. Am schlimmsten in Mitleidenschaft gezogen wurde das Büro mit drei Arbeitsplätzen. «Es ist komplett zerstört», sagt Treier. Auch der grösste Teil der Akten, die im Büro gelagert waren, ist zerstört. Treier hofft, dass wenigstens der Server im Keller die Brandnacht überlebt hat. «Er hat sicher Wasser abbekommen», so Treier. Ein Spezialist werde sich heute Dienstag darum kümmern. Auch die Garderobe ist derzeit nicht benützbar und im Pausenraum liegt überall eine dicke Ascheschicht.

Treier schätzt, dass die Schadensumme die erste Schätzung von mehreren 10 000 Franken deutlich übersteigt. Bis zu 200 000 Franken seien denkbar. Neben den Schäden am Gebäude müsse zum Beispiel auch geklärt werden, ob die in der Garderobe gelagerte Schutzkleidung für Forstarbeiten noch tauglich ist oder ob sie ersetzt werden muss.

Wohl ein technischer Defekt

In den nächsten Tagen folgen Abklärungen mit den Versicherungen. Auch eine Gebäudereinigungsfirma ist gemäss Treier bereits aufgeboten. «Das Büro werden wir aber selber aufräumen, um die Akten zu sichten», sagt er. Derzeit ist im Erdgeschoss ein provisorisches Büro eingerichtet. Möglichst bald sollen aber zwei Container – als Büro und Garderobe – auf dem Areal aufgestellt werden.

Die Fahrzeuge und Maschinen wurden beim Brand nicht beschädigt. Die Unterhaltsarbeiten in den Gemeinden und die Arbeiten im Forst können deshalb ausgeübt werden.

Wie es zum Brand kommen konnte, ist noch nicht abschliessend geklärt. «Vermutlich war es ein technischer Defekt zwischen dem WC und dem Büro», so Treier. Barbara Breitschmid, Pressesprecherin der Kantonspolizei Aargau sagt, die Ermittlungen seien noch im Gang. «Im Vordergrund steht dabei eine technische Ursache.»