Laufenburg
Burgschreiber gesucht

Seit gut einem Monat läuft die Bewerbungsfrist für das Literatur-Stipendium beider Laufenburg. Bis dato sind fünf Bewerbungen und viele Anfragen eingegangen.

Dennis Kalt
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Der Burgschreiber soll sich von der Stadt inspirieren lassen. Gerry Thönen

Der Burgschreiber soll sich von der Stadt inspirieren lassen. Gerry Thönen

Im März ist es soweit. Dann bekommen die beiden Städte ihren ersten «Burgschreiber zu Laufenburg». Auf der Burg wohnen wird er zwar nicht, schreiben in der Stadt jedoch sehr wohl. Drei Monate lang wird der Burgschreiber kostenlos auf Schweizer und deutscher Seite bei Gastfamilien leben und innert dieser Zeit zur Feder greifen. Die Kulturschaffenden Martin Willi und Petra Gabriel haben das Stipendium initiiert, um die Literatur und Kultur zu fördern und Laufenburg bekannter zu machen.

Seit gut einem Monat läuft die Bewerbungsfrist, die Mitte November endet. «Mittlerweile haben fünf Personen ihr Dossier eingereicht. Es haben auch einige bei mir angerufen und sich über die Stelle erkundigt», erzählt Willi, der mit der Anzahl an Bewerbungen zufrieden ist. Alle Bewerbungen seien aus Deutschland eingegangen. «Bewerben kann sich jeder, der einen Wohnsitz in der Schweiz oder Deutschland hat und mindestens eine selbstständige, nicht im Eigenverlag erschienene Publikation nachweisen kann», so Willi.

Entscheidung fällt Mitte Dezember

Entscheidende Kriterien für die Auswahl des Burgschreibers, die von einer sechsköpfigen Jury vorgenommen wird, seien die Bibliografie, der Lebenslauf sowie die Motivation und das Vorhaben des Bewerbers, sagt Gabriel. «Die Entscheidung, wer das Stipendium erhält, wird Mitte Dezember getroffen.»

Das Stipendium wird im Zwei-Jahres-Turnus vergeben. Das Thema für 2019 lautet «Ankommen». In welcher literarischen Form dies umgesetzt werde, stünde dem Burgschreiber frei, sagt Gabriel. «Gedicht, Drehbuch, Novelle, Kurzgeschichte, Roman – jede Form von Lyrik oder Prosa ist willkommen.» Einzige Bedingung: Der Bezug zu Laufenburg und der speziellen Situation der Stadt muss erkennbar sein.

Am ersten Termin des Schriftstellers, einer öffentlichen Lesung, stellt dieser sich und sein literarischen Schaffen vor und bekommt den Burgschreiber-Titel überreicht. Anschliessend folgen Lesungen, bevor er seine Zeit mit einer resümierenden Präsentation in Laufenburg beschliesst.