Der vor über 70 Jahren unter der Rheinfelder Kapuzinerkirche erstellte Zivilschutzbunker ist in den letzten Wochen Stück für Stück zersägt worden. Die tonnenschweren Einzelteile wurden mit einem Pneukran aus der Baugrube gehoben, auf Lastwagen verladen und abtransportiert. Gestern Dienstag wurden die letzten Elemente, 17,5 und 22,5 Tonnen wiegende Betonblöcke, nach einer aufwendigen Aktion herausgeholt.

Eine Herausforderung für Beteiligte

Patrick Bieber, Leiter Bohren und Trennen bei der mit der Arbeit beauftragten Erne AG, Bauunternehmung in Laufenburg, sorgte auch gestern persönlich für die Koordination und meinte nach erfolgter Aktion, die etwas länger gedauert hat, als angenommen: «Es ist auf jeder Baustelle anders, aber stets eine Herausforderung für Menschen und Maschinen. Wir sind alle froh, dass der Rückbau des Bunkers erfolgt ist.»

Wasserregime war gestört

Dass das längst nutzlos gewordene Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg Stück für Stück verschwunden ist, freut auch die Anwohner an der Kapuzinergasse. Denn der Schutzraum stand nicht nur den Leitungen des Fernwärmenetzes im Wege, sondern störte auch das Wasserregime im Untergrund seiner Umgebung massiv. Der Betonkubus hinderte Fels-, Grund- und Regenwasser am Abfliessen, sodass die Mauern und Keller der umgebenden Häuser stets feucht waren und bisher kaum genutzt werden konnten.

Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg: Stück für Stück am Kranhaken

Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg: Stück für Stück am Kranhaken