Eiken
Bundesgericht verurteilt Regionalpolizisten, der Mann mit Schuss verletzte

Das Bundesgericht hat einen Fricktaler Regionalpolizisten zu 14 Monaten bedingt verurteilt. Er hatte im November 2009 in Eiken auf einen Mann geschossen und diesen am Gesäss verletzt. Der Beamte gehört nach wie vor dem Korps der Repol an.

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Ein Schuss verletzte den Italiener im November 2009 am Gesäss. (Symbolbild)

Ein Schuss verletzte den Italiener im November 2009 am Gesäss. (Symbolbild)

Marcel Bieri

Das damalige 38-jährige Opfer Silvio Ferrari freut sich über das Urteil. «Ich habe niemandem etwas zu Leid getan und finde es gut, dass es doch Gehör bekommen hat vor Gericht», sagt er gegenüber Tele M1.

Silvio Ferrari wurde am 10. November 2009 durch den Schuss eines Regionalpolizisten schwer verletzt. Zuvor war es in der Wohnung seiner damaligen Freundin zu einem Streit gekommen. Er zückte ein Messer und fuchtelte damit herum. Die anderen Personen in der Wohnung brachten sich in Sicherheit und alarmierten die Polizei.

Die Polizei stellte den Italiener vor dem Haus. Als er nicht auf Anweisungen hörte und in Richtung einer Schulanlage ging, schoss der Regionalpolizist auf ihn und traf ihn im Gesäss (die az berichtete).

Das Bundesgericht kommt laut Tele M1 nun zum Schluss, dass die Schussabgabe nicht gerechtfertigt gewesen sei. Der Regionapolizist ist zu 14 Monaten bedingt auf einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt worden.

Der Beamte gehört nach wie vor zum Korps der Regionalpolizei Oberes Fricktal. Ausserdem habe der Vorfall laut Tele M1 keine internen Folgen wie Verweis oder eine Busse gehabt.

Werner Bertschi, Chef Regionalpolizei Oberes Fricktal, verteidigt dagegen seinen Mitarbeiter: «Er ist unterdessen ein langjähriger Mitarbeiter, der sehr gute Arbeit abliefert», sagt er. «Es gibt keinen Anlass, an ihm zu zweifeln.» (pz)