Pratteln/Rheinfelden

Bundesamt für Strassen nimmt neuen Anlauf für Fahrspur auf dem Pannenstreifen

Das Astra will den Pannenstreifen bei Rheinfelden zur Fahrspur umnutzen. Das Astra will den Pannenstreifen bei Rheinfelden zur Fahrspur umnutzen.

Das Astra will den Pannenstreifen bei Rheinfelden zur Fahrspur umnutzen. Das Astra will den Pannenstreifen bei Rheinfelden zur Fahrspur umnutzen.

Das Astra arbeitet weiter an der Umnutzung des Pannenstreifens auf der Autobahn bei Rheinfelden. Damit soll der Verkehrsfluss in Spitzenzeiten verbessert werden. Der genaue Zeitplan ist allerdings noch ungewiss.

Das Bundesamt für Strassen Astra nimmt mit seinen Plänen für eine zusätzliche Spur auf der Autobahn zwischen Pratteln und Rheinfelden einen zweiten Anlauf. Im Januar 2019 hatte das Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde des Verkehrs-Clubs der Schweiz gutgeheissen und entschieden, dass für das Projekt, das die Umnutzung des Pannenstreifens in eine weitere Fahrspur vorsieht, eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig ist. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) verzichtete damals auf einen Weiterzug. Stattdessen machte sich das Astra daran, die Verträglichkeitsprüfung auszuarbeiten.

Nun scheint das Projekt wieder einen Schritt vorwärts zu machen. Gemäss Esther Widmer, Mediensprecherin des Astra, wird die Umweltverträglichkeitsprüfung «Ende Sommer» beim Uvek eingereicht. Zum genauen Inhalt der Verträglichkeitsprüfung macht Widmer derzeit keine Angaben. Das Bundesgericht hatte in seinem Urteil allerdings bemängelt, dass die vom Astra geschätzte Kapazitätssteigerung der Autobahn von zwei bis drei Prozent nicht ausreichend begründet sei. Auch sei nur rudimentär abgeklärt worden, ob es durch das Projekt zu Verkehrsumlagerungen kommen könnte. Beides sind Punkte, die wohl nun geprüft und genauer dargelegt wurden.

Der Zeithorizont für die Umsetzung ist noch offen

Nach der Einreichung der Verträglichkeitsprüfung wird das Verfahren wiedereröffnet, wobei eine neue Verfügung erlassen wird, die wiederum anfechtbar ist. «Die Umsetzung des Projekts hängt davon ab, wann wir die Plangenehmigungsverfügung vom Uvek erhalten werden», sagt Widmer. «Aus diesem Grund kann noch kein Zeithorizont angegeben werden.»

Das Astra beabsichtigt, mit der Umnutzung des Pannenstreifens zur Fahrspur den Verkehrsfluss zu verbessern und somit die Unfallrate zu reduzieren. Denn gerade bei der Ausfahrt Rheinfelden West kommt es in den Morgen- und Abendspitzen vom Zoll und der Hauptstrasse zwischen Kaiseraugst und Rheinfelden her zu langen Rückstaus.

Vorwärts geht es auch bei einem weiteren Projekt, das die Sicherheit erhöhen soll. Dieses bei der Autobahnausfahrt Rheinfelden Ost. Der dortige Kreisel soll durch eine Licht­signalanlage ersetzt werden. So möchte das Astra Rückstaus bis auf die Autobahn künftig verhindern. Bis Ende Jahr soll hier die Detailplanung abgeschlossen sein. Das Astra rechnet mit einem Baubeginn voraussichtlich im Jahr 2022 und einer Bauzeit von rund zwölf Monaten. Die Arbeiten sollen unter laufendem Verkehr stattfinden. Arbeiten, die Sperrungen nach sich ziehen, sollen wenn möglich nachts ausgeführt werden.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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