Fricktal

Brückensensationen: da können die Besucher nur noch staunen

An zehn Spielorten beidseits des Rheins sorgten Strassenkünstler bei den 13. Brückensensationen für ein abwechslungsreiches Programm.

Aus den Lautsprecher dröhnte Robby Williams’ «Let me entain you», während Feuerwerkskörper im Dunkeln explodierten, Feuerlanzen in den Himmel schlugen und Laser knapp über die Köpfe der Zuschauer hinwegzuckten. Auf dem Dach des Rheinparkings unweit der alten Rheinbrücke drängte sich eine Menschenmenge, die begeistert der pyrotechnischen Show zum Abschluss des ersten Abends der Brückensensationen in Rheinfelden folgten.

Bombastische Ansichten bot die 20-minütige Show, die musikalisch mit dem Rockklassiker «We will rock you» von Queen, der Star-Wars-Titelmusik und «O Fortuna» aus der Oper Carmina Burana von Carl Orff unterlegt war.

Brückensensation in Rheinfelden

Eindrücke der Brückensensationen.

Das internationale Strassentheaterfestival Brückensensationen bot in seiner 13. Auflage wieder drei Tage voller Abwechslung. Artistik, Varieté, Clownerie, Jonglage, Comedy und Musik gab es bei ungefähr 100 Auftritten von 26 Künstlergruppen aus sechs Nationen, die in beiden Rheinfelden rund um die alte Rheinbrücke an zehn Spielorten oder als Walk-Act unterwegs ihre Show aufführten.

Die meisten Veranstaltungen stemmte das Kulturamt der Stadt Badisch-Rheinfelden. Das Kulturbüro des diesseitigen Rheinfelden beteiligt sich mit rund zehn Events von drei Künstlerformationen an zwei Spielorten in der Schweiz: am roten Haus und auf dem Dach des Rheinparkings.

Am roten Haus sorgten The Sporthorses and the Guggenheim Box über das Wochenende mit fünf 40-minütigen Shows für eine aussergewöhnliche Musikperformance mit selbst gebauten elektrischen Instrumenten. Im Mittelpunkt des Spektakels der Künstlergruppe aus Zürich stand die Guggenheim Box mit ihren 28 Lichtschranken, die bei einer Unterbrechung für verschiedene Töne sorgen.

Zwischen den Aufführungen konnten Zuschauer das eigene Musiktalent an der Guggenheim Box ausprobieren. Bei drei einstündigen Auftritten schlug das Variété Pavé mit jährlich wechselnden Besetzungen um den Varieté-Direktor Rafael Kost aus Sursee das Publikum mit Jonglage, Akrobatik, Humor und Zauberei in seinen Bann.

Die Brückensensationen eröffneten am Freitag mit einem vierstündigen Programm. Am Samstag startete das Programm ab der Mittagszeit. Im 15-Minuten-Takt begannen die Shows bis in den späten Abend hinein. Auch am Sonntag liefen von Mittag bis zum frühen Abend viele Vorführungen gleichzeitig. Unablässig strömten die Besucher über die alte Rheinbrücke hin und her.

Wer eine Show verpasste, konnte bei einer späteren Aufführung doch noch in ihren Genuss kommen. «Ich war schon bei vielen Brückensensationen. Wenn ich da bin, dann komme ich auch», erzählte eine Besucherin aus Rheinfelden. «Das ist so schön, man kann sich einfach treiben lassen. Es gibt überall etwas zu entdecken.»

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