Möhlin
Brogli lobt Branchenmix

Die Gewerbeausstellung in Möhlin «Möga 2010» bricht alle bisherigen Rekorde. Die Schau auf dem Steinli-Areal in Möhlin ist perfekt: 152 Ausstellende zeigen auf fast 4000 Quadratmetern ihre Leistungsbereitschaft.

Peter Rombach
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Möhliner Gewerbeausstellung
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Mit dem Motto «Tierisch, bäumig, guet» konnte sich auch Regierungsrat Roland Brogli anfreunden. Nach dem obligatorischen Rundgang hielt er fest: «Das Motto passt sehr gut zum Fricktal und dem Aargau.» Und lieferte die Begründung gleich nach: Im Kanton gebe es ungefähr 20 Millionen Bäume, der Wald nehme 35 Prozent der Fläche des Aargaus ein. «Der Aargau ist eine Stadt im Wald.» Im Fricktal kämen noch Tausende Obstbäume hinzu. Darüber hinaus biete der Kanton auch «Tierisches» mit 2500 Pflanzen- und gegen 4000 Pilzarten sowie etwa 25000 Tierarten. «Diese Vielfalt ist bäumig», spielte der Aargauer Finanzdirektor auf das Motto an.

Die Aargauer beschrieb Brogli als «eigenständige, engagierte, weltoffene Menschen mit einer ausgesprochen regionalen Mentalität», was auch an der Möga deutlich werde. Sie zeige nicht nur die Wirtschaftskraft des Fricktals, sondern zeichne sich auch durch ausgewogenen Branchenmix aus. Mit einer moderaten Bildungs-, Verkehrs- und Umweltpolitik wolle der Kanton gute Rahmenbedingungen schaffen, versicherte der Finanzdirektor. So lasse sich unter den Kantonen ein Spitzenplatz erobern.

Dann kam ein besonderes Kompliment: «Das Fricktal bietet Lebens- und Standortqualität erster Güte.» Und an die Adresse der Möga-Macher, denen er eine «verführerische Ausstellungsatmosphäre» attestierte, sagte Brogli: «Die Vielfalt unserer Wirtschaft ist eine wichtige Ressource und würzt das Zusammenleben einer Gesellschaft.»

«Grösstes Einkaufszentrum der Region»

Fredy Böni, Gemeindeammann von Möhlin und SVP-Grossrat, erkannte in der Möga «das grösste Einkaufszentrum in der Region» und würdigte die «hohe Professionalität» im Zuge der Vorbereitungen. Die Ausstellenden würden abwechslungsreich ihre Dienstleistungen präsentieren. Er registrierte auch die «grossen Anstrengungen» bezüglich Rahmenprogramm und lobte die Einsatzbereitschaft der örtlichen Vereine, die sich im gastronomischen wie unterhaltenden Sektor stark engagierten und Volksfestcharakter verbreiteten.

Dann vollzog er noch einen Schwenk in Richtung der momentan in Möhlin laufenden Diskussion um die Revision der Bauzonenplanung und damit einhergehend die neue Ausweisung von knapp 10 Hektaren Land für Neubauten. Das Dorf stünde vor einer «grossen Zerreissprobe», allerdings müsse die wirtschaftliche Fortentwicklung im Auge behalten werden, meinte Böni im Kreise von Vertretern aus Wirtschaft und Politik. «Wir dürfen Arbeitsplätze nicht aufs Spiel setzen», wandte er sich an die Adresse der Kritiker und warf ihnen vor, keine «erkennbaren Lösungsansätze» zu bieten. Das «moderate Wachstum» der Gemeinde mit derzeit 9950 Einwohnern sei auf die nächsten 15 Jahre ausgerichtet und dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden, so der Gemeindeammann. Im Kreise der Gewerbetreibenden an der Möga warnte er vor einer Ablehnung der Zonenplanrevision, was «gewaltige negative Auswirkungen» nach sich ziehen würde.