Laufenburg
Boxtraining und Strassenfussball für den Frieden

Mit dem Boxsport-Projekt hat die grenzüberschreitende Jugendarbeit von Laufenburg einen Volltreffer unter männlichen Jugendlichen gelandet. Auch ihr Projekt «Streetsoccer for Peace» findet Anerkennung.

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Trainer Taci Tunali (l.) bringt den Schülern bei, wie man fair boxt.

Trainer Taci Tunali (l.) bringt den Schülern bei, wie man fair boxt.

Herbrig

Während es bei der Gründung vor 3 Jahren 8 bis 12 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren waren, die das wöchentliche Boxtraining besuchten, sind es jetzt bis zu 20 Personen, die regelmässig mit ihrem Trainer Taci Tunali in der Turnhalle Burgmatt in Laufenburg trainieren.

Taci Tunali, der selbst 20 Jahre aktiv in verschiedenen Ligen, wie der ersten und Zweiten Bundesliga, geboxt hat, will nun die Gruppenstärke auf 10 bis 15 Personen limitieren. Darum sollen die Trainingszeiten an den beiden Tagen um weitere anderthalb Stunden erweitert werden. «Ich möchte jeden Jugendlichen ordentlich unterrichten, was bei einer Gruppe von mehr als 12 Jugendlichen nur schwer möglich ist.»

Balder Wenzel, Leiter der Jugendarbeit, erklärt: «Das Ziel des Boxsportprojektes ist es, das Selbstbewusstsein der jungen Männer zu stärken und den Respekt vor dem Nächsten zu fördern, egal welcher Nation oder sozialen Schicht er angehört.» Dies sei der Grund für den Wunsch der grenzüberschreitenden Jugendarbeit, das Boxsport-Projekt auszuweiten und weitere Sponsoren zu finden.

Dass die Jugendlichen, die aus beiden Laufenburg kommen, grossen Spass haben und fair miteinander umgehen, wird beim Training deutlich. Nach dem gemeinsamen Basketballspiel werden Schattenboxen, Seilspringen und der Boxkampf selbst geübt. Dass die grenzüberschreitende Jugendarbeit Laufenburg landesweit Anerkennung findet, beweist, dass ihr Projekt «Streetsoccer for Peace» aus 125 eingesendeten Projekten mit neun weiteren Projekten für den Jugendbildungspreis von Baden-Württemberg, «Dein Ding», nominiert wurde.

Fussballturniere in Krisengebieten

Balder Wentzel hatte zusammen mit 17 Jugendlichen während 6 Tagen im Oktober 2013 Fussballturniere in Krisengebieten im Kosovo durchgeführt, auf die sich die Jugendlichen von April bis September in Workshops intensiv vorbereitet hatten. In Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen galt es, zur Versöhnung der Volksgruppen beizutragen.

Auch in diesem Jahr werden wieder Strassenfussballturniere am Hochrhein stattfinden, das erste wird am 25. Mai in Murg (Deutschland) durchgeführt. (rehe)