«Eine Vier- bis Fünf-Sterne-Pension für Pferde», das ist die Idee, die im Kopf des passionierten Pferdezüchters und -ausbilders Jürg Soder vor zwölf Jahren nach und nach heranreift.

Neun Jahre später: Auf kantonaler Ebene treffen sich diverse Fachspezialisten und brüten über eineinhalb Jahren das Konzept für die Erweiterung des Birkenhofs aus. Juni 2015: Der Bau beginnt. Es entsteht eine Reithalle mit 62 mal 25 Metern und ein Reitplatz mit 50 mal 70 Metern. 1. Dezember: Die Pferde beziehen die 16 Quadratmeter grossen Boxen der neuen Bestallungen, die seitlich an die Reithalle angrenzen: «In den 34 neuen Boxen haben die Rösser nun sehr viel Platz, um sich problemlos zu bewegen und hinzulegen. Unsere Absicht war Luxus für das Pferd zu schaffen», sagt Soder stolz.

Durch die Vergrösserung kann der Birkenhof anstatt 40 nun 50 Pferde unterbringen: «Die Anschaffungspreise und Unterhaltungskosten für Pferde sind in den letzten Jahren kontinuierlich gefallen – die Billigpreise aus dem Ostblock drücken hier auf den Markt», sagt Weber. Weil sich immer Menschen Pferde leisten können, sei auch die Nachfrage bei ihm sehr hoch.

Senkung der Arbeitsintensität

Ein weiterer Grund für den Bau eines modernen Stalles war die Erleichterung der Pferdepflege: «Die Bestallungen liegen alle auf einer Ebene. Es gibt keine Stufen, Treppen oder Hindernisse. Dies verringert die Arbeitsintensität für uns erheblich», erklärt Soder. Eine Verbesserung für das Wohlbefinden der Pferde ist auch der 24 Quadratmeter grosse Auslauf, über den die Vierbeiner nun direkt auf die Weide gelangen.

In der neuen Reithalle sollen ab 2017 öffentliche Springreiten stattfinden, auf denen der Zucht- und Sportstall Käufern seine eigenen Pferde präsentieren will: «Die Aufzucht und Ausbildung eines Springpferdes kostet rund 20 000 Franken und dauert vier bis fünf Jahre», sagt Soder und fügt hinzu, dass man ab diesem Zeitpunkt ein solches Pferd verkaufen müsse, da man ansonsten «draufzahlen» würde.

Ein Platz in der Pferdepension Birkenhof kostet rund 1000 Franken Miete: «Wir füttern, pflegen und reiten die Pferde aus – schauen, dass es ihnen an nichts fehlt», sagt der Inhaber der Pferdepension.

Im Gegensatz zu Freizeitpferden sind Wettkampfpferde charakterlich viel sensibler, weiss Soder: «Die Kunst bei der Ausbildung von Wettkampfpferden ist es, sich in das Pferd hineinzuversetzen, es zu verstehen, seine Zeichen richtig zu deuten und es dann zu führen. Ich denke, dass wir uns für diese Aufgabe mit dem Ausbau optimale Bedingungen geschaffen haben.»