Herr Böni, wie haben Sie die Gemeindeversammlung am Mittwoch erlebt?

Fredy Böni: Es war mit 1339 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die grösste Versammlung, die ich je geleitet habe. Insgesamt war es eine gute Versammlung. Vereinzelt wurde zwar geklatscht oder es gab Zwischenrufe. Damit kann ich aber leben. Im Grossen und Ganzen verlief die Versammlung ruhig, was sicher auch an der guten Vorbereitung und Organisation lag. Alle fanden einen Sitzplatz. Zudem wusste ein Grossteil der Leute schon vor der Versammlung, um was es geht. Ich denke, die Meinungen waren bereits gebildet.

Wie gross war denn die Enttäuschung über das Resultat?

Grundsätzlich muss ich festhalten, dass ein Grossteil der Gesamtrevision Nutzungsplanung von der Versammlung angenommen wurde. Auch wenn mit den vorgeschlagenen Einzonungen des Kulturlandes natürlich das Herzstück zurückgewiesen wurde. Darüber war ich im ersten Moment wirklich sehr enttäuscht, das gebe ich offen zu. Wir haben viel Zeit und auch Geld in das Projekt investiert und haben immer versucht, mit vielen Infoveranstaltungen transparent zu arbeiten. Enttäuscht bin ich besonders über die Rückweisung der Neueinzonungen im Batapark. Denn so können die maroden Abwasser- und Wasserleitungen nicht ersetzt werden. Das ist schmerzhaft. Aber das Volk hat so entschieden und der Gemeinderat hat das zu akzeptieren. Die Rückweisung ist ja mit dem Wunsch verbunden, eine neue, angepasste Variante vorzulegen.

Wie geht es jetzt weiter?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch unklar, welche Gebiete wir im neuen Projekt weiter bearbeiten oder gar ganz weglassen. Das entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag. Das deutliche Verdikt von 860 zu 323 Stimmen zeigt klar, dass wir das Projekt überarbeiten müssen. Sicher ist auch, dass keine neuen Gebiete zum Projekt hinzukommen.

Auf die anstehende Wintergemeinde wird es mit dem neuen Projekt aber nicht reichen?

Nein, da sind die Botschaften bereits gedruckt und es wäre natürlich auch nicht seriös. Wir werden das Ganze jetzt im Gemeinderat bearbeiten und dann die Ortsparteien und Kommissionen darüber informieren, was wir vorhaben. Das angestrebte Ziel ist die Sommergemeinde 2011, spätestens aber die Wintergemeinde 2011. (nbo)