Wölflinswil

Blockzeiten an der Schule Wölflinswil kommen vors Volk

In Wölflinswil wird an der Urne über die Einführung von Blockzeiten abgestimmt.

In Wölflinswil wird an der Urne über die Einführung von Blockzeiten abgestimmt.

Nach dem knappen Entscheid an der Gemeindeversammlung wurde gegen die Blockzeiten in der Schule Wölflinswil das Referendum ergriffen. Am 18. Mai wird an der Urne abgestimmt.

Die Wölflinswiler haben das Referendum gegen die Einführung der Blockzeiten in der Schule ergriffen. An der Gemeindeversammlung vom 22. November haben die anwesenden Stimmberechtigten lange über dieses Traktandum diskutiert. Mit gerade mal zwei Ja-Stimmen mehr wurde den Blockzeiten schliesslich zugestimmt.

Im Vornherein zu wenig Auskunft

Mit diesem knappen Entscheid wollen sich aber nicht alle zufriedengeben. Jürg Stäuble, Mitglied des Referendumskomitees, sagt, dass vor der Abstimmung seitens der Gemeinde zu wenig informiert wurde. «Erst an der Gemeindeversammlung zeigte sich in groben Zügen, worum es bei der Einführung der Blockzeiten überhaupt gehen wird», so Stäuble.

Zu einigen Fragen konnte zudem niemand kompetent Auskunft geben. Mit dem Referendum will Stäuble das Thema nochmals auf den Tisch bringen. Insgesamt ist das Referendum mit 148 Unterschriften zustande gekommen und wird am 18. Mai vor die Bevölkerung kommen.

Mit den Blockzeiten will man verhindern, dass die Kinder statt einmal um acht und ein andermal um zehn Uhr Schulbeginn haben, jeden Vormittag einen Block à vier Lektionen für alle Klassen einzuführen. Zudem soll während mindestens 24 Stunden pro Woche unterrichtet werden.

Für die Erstklässler in Wölflinswil bedeute dies vier und für die Zweitklässler drei Lektionen mehr pro Woche als bisher. Stäuble findet diese Anpassungen nicht nötig. Er sagt: «Bis auf die Erst- und Zweitklässler haben die Kinder in Wölflinswil jetzt schon einheitliche Unterrichtszeiten am Vormittag.»

Und vier Lektionen mehr pro Woche für die Erstklässler findet Stäuble, der selbst ein Kind hat, das die erste Klasse besucht, zu viel. Zudem sagt er, dass die Blockzeiten die Schule Wölflinswil unnötiger Weise in enge Schranken zwängt.

Blockzeiten wäre Entlastung

Der Wölflinswiler Gemeinderat sieht in den Blockzeiten einen Vorteil. Barbara Fricker, Gemeinderätin und Vorsteherin des Ressorts Schule sagt, dass sie sich mit den Blockzeiten einen Standortvorteil für Wölflinswil erhofft.

«Für Neuzuzüger, insbesondere für junge Familien mit Kindern sind einheitliche Schullektionen eine Entlastung. Blockzeiten seien für Eltern eine Planungssicherheit. Ob vor der Abstimmung zu den Blockzeiten zu wenig informiert wurde, kann Fricker nicht beurteilen.

Sie sagt, das sei Ansichtssache. Jedoch sei sie sicher, dass vor der nächsten Abstimmung nochmals eine Informationsveranstaltung organisiert werde, sodass die Stimmbevölkerung gut informiert ein zweites Mal über die Blockzeiten abstimmen kann.

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