Möhlin
Blinder Blitzer: Vandalen verschmieren Radaranlage - schon wieder

Die mobile Radaranlage wurde in Möhlin mit Farbe beschmiert - zum wiederholten Male. Wer die Täter sind, weiss man nicht. Hansueli Loosli, Chef der Regionalpolizei, denkt darüber nach, die Blitz-Anlage mit einer Videokamera zu überwachen.

Nadine Böni
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Eine semi-stationäre Blitzanlage (Symbolbild).

Eine semi-stationäre Blitzanlage (Symbolbild).

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Die Polizei sieht rot – oder grün, gelb, violett, orange und blau. Immer wieder kommt es vor, dass die mobile Radaranlage der Regionalpolizei Unteres Fricktal (Repol) von Vandalen mit Farbe beschmiert wird.

Dieses Wochenende in Möhlin, wo die Anlage vergangene Woche an der Bahnhofstrasse vor dem Schulhaus Obermatt platziert war.

«Das ist nichts Neues», sagt Hansueli Loosli, Chef der Regionalpolizei. Im Gegenteil: Es ist das vierte Mal, seit die Anlage im Sommer 2012 in Betrieb genommen wurde, dass sich Vandalen mit Spraydosen oder Pinsel daran zu schaffen machen. Das hat zur Folge, dass die diensthabende Patrouille erst einmal Hand anlegen und den Wischmopp hervorholen muss – so letztmals geschehen am Samstagmorgen.

Denn ist die Linse verschmiert, ist die Radaranlage blind. «Die Fotos sind dann nicht verwertbar», sagt Loosli. Automobilisten, die zu schnell unterwegs waren und geblitzt wurden, kommen ungeschoren davon. Trotzdem spricht Loosli nicht von einem entstandenen Sachschaden. Denn langfristigen Schaden richte die Farbe nicht an. Ist der Blitzer wieder sauber, werden auch Temposünder scharf abgelichtet und gebüsst.

Kamera könnte Kamera filmen

Wer die Täterschaft ist, darüber will Loosli keine Vermutungen äussern. Handelt es sich etwa um verärgerte Automobilisten? Das wissen wir nicht», sagt Loosli. Nur: «Sollten sich die Vorfälle häufen», wie Loosli sagt, wird sich die Repol Konsequenzen überlegen. Es gäbe die Möglichkeit, die 220 000-Franken-Anlage mit Videokameras zu überwachen, erklärt der Polizeichef. Darauf hat man bisher verzichtet. «Es hat sich bis jetzt noch nicht aufgedrängt, über eine solche Investition zu entscheiden», sagt Repol-Chef Loosli dazu.