Eiken

Blechlawine: In Eiken staut sich der Verkehr regelmässig zur Stosszeit

Fahrzeugkolonnen bilden sich zur Stosszeit in Eiken. Vor der Unterführung befindet sich beidseitig die Zufahrt zu den Schleichwegen durch die Quartiere.

Fahrzeugkolonnen bilden sich zur Stosszeit in Eiken. Vor der Unterführung befindet sich beidseitig die Zufahrt zu den Schleichwegen durch die Quartiere.

Aus Kostengründen kann an der dicht befahrenen Kreuzung in Eiken kein Kreisel realisiert werden – und deshalb bleibt der Verkehrsfluss weiterhin gehemmt.

Die Schnittstelle der Hauptstrasse und der Laufenburgerstrasse in Eiken ist verkehrstechnisch betrachtet ein Brennpunkt. Die Kreuzung funktioniert nur bedingt erfolgreich als Drehscheibe, und als Folge der gehemmten Verteilung aller passierenden Verkehrsteilnehmer kommt es am lokalen Knotenpunkt vermehrt zu temporären Überlastungen. Zu den Stosszeiten kann man erhebliche Rückstaus beobachten, die zuweilen bis kurz vor die Autobahnein- bzw. -ausfahrt Richtung Zürich reichen und für frustrierende Situationen sorgen. Die übermässige Belastung wurde in einer Verkehrsflussstudie durch Experten faktisch belegt.

Die Gemeinde ist sich des Problems durchaus bewusst und hat verschiedene Optionen zur Lösung der unbefriedigenden Situation geprüft. Ein Kreisel für die flüssige Verteilung aller Verkehrsteilnehmer Richtung Frick bzw. Stein war eine Variante, die zwar zur Debatte stand, doch aus Kostengründen und Platzmangel fallen gelassen wurde.

Folglich stauen sich noch heute – vorwiegend in den Abendstunden – die Blechlawinen, und die langen Fahrzeugkolonen gehören praktisch zum Dorfbild. Dass nicht alle Verkehrsteilnehmer diese Geduldsprobe mit gleicher Souveränität meistern, ist bekannt. Ortskundige und findige Fahrer tanzen gelegentlich wortwörtlich aus der Reihe und umgehen die Staus, indem sie selbst gewählte Umfahrungen durch die Quartiere nutzen. Die Leidtragenden sind die Anwohner in den betroffenen Wohngebieten, die mit zunehmenden Lärmbelästigungen zu kämpfen haben.

Gebietsfahrverbot für Schleicher

Um diese zweifelhafte Praxis zu unterbinden, hat die Gemeinde Eiken auf rechtlichem Weg die nötigen Schritte unternommen und den Verkehr durch ein Fahrverbot (Zubringerdienst gestattet) begrenzt. «Die Gebietsfahrverbote wurden 2012 durch den Gemeinderat verfügt und im Amtsblatt publiziert. Das Verbot wurde beidseitig verhängt, um den übermässig gewordenen Schleichverkehr durch die Neumattstrasse sowie die Dammstrasse zu den Stosszeiten des Berufsverkehrs zu unterbinden. Nach Rechtskraft der Verbotsverfügung erfolgte die Signalisierung, sodass Fehlbare zur Rechenschaft gezogen werden können. Die Kontrolle der Verbotsstrecken obliegt der Polizei», erklärte Gemeindeschreiber Marcel Weiss.

Vonseiten der Gemeinde heisst es, der Schleichverkehr habe spürbar abgenommen. Stimmen aus den Quartieren beschreiben die Situation wie folgt: «Auf der Neumattstrasse kann man zwar regelmässig Autofahrer beobachten, aber es ist schwer abzuschätzen, ob es tatsächlich Schleicher sind, da im Quartier gebaut wurde und es sich genauso gut um Anwohner handeln könnte.» (zeu)

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