Mitte März war der Mettauertaler Gemeindepräsident Peter Weber optimistisch. Gespräche mit zwei jungen Leuten aus dem Dorf waren im Gang. Die beiden waren interessiert, in der jetzigen Post gemeinsam ein Bistro mit Postagentur einzurichten. «Die Idee ist, dass es tagsüber einen Bistrobetrieb mit Mittagsmenüs gibt und abends die Möglichkeit, ein Feierabendbier oder einen Drink zu geniessen», sagte Weber damals.

Nun, sechs Wochen später, ist der Optimismus deutlich gedämpft. Weber ist zwar nach wie vor überzeugt, «dass ein Bistro eine gute Idee wäre». Aber: Die beiden Interessenten sind mittlerweile abgesprungen. «Einer der beiden ist ausgestiegen und alleine konnte der andere das Projekt nicht realisieren», bedauert der Gemeindepräsident. Auch die Suche nach einem anderen Geschäftspartner sei erfolglos geblieben.

Laden statt Bistro?

Und nun? Was wird jetzt aus der Post? Klar ist, dass die Poststelle im Ortsteil Mettau dereinst geschlossen wird. Das hat die Post bereits kommuniziert, allerdings noch ohne ein Datum zu nennen. Die Liegenschaft, in der die Poststelle untergebracht ist, gehört der Gemeinde. «Und wir sind weiterhin interessiert daran, dass es eine Agenturlösung gibt», betont Peter Weber. Die Suche geht also weiter, Weber hofft, dass sich weitere Interessenten melden.

Immerhin, zwei Lichtblicke gibt es: Bald finden Gespräche mit einem neuen potenziellen Kandidaten statt. «Sein Konzept ist aber nicht ein Bistro, sondern ein Laden für Elektronikartikel mit Postagentur», so Weber. Und: Die Post habe in einem Gespräch signalisiert, «dass sie uns noch etwas Zeit gibt».