Wegenstetten
Bildungsdirektor Alex Hürzeler schnuppert Schulluft

Regierungsrat Alex Hürzeler machte sich in Wegenstetten ein Bild von der bevorstehenden Schulfusion. Ab dem Schuljahr 2014/15 werden die 1. und 2. Klasse in Wegenstetten geführt, die 3. bis 6. Klasse in Hellikon.

Stefan Gyr
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Besuch im Klassenzimmer: Schulleiter Patrick Geiger, Regierungsrat Alex Hürzeler, Rita Bucher undChristian Aeberli (von links). stg

Besuch im Klassenzimmer: Schulleiter Patrick Geiger, Regierungsrat Alex Hürzeler, Rita Bucher undChristian Aeberli (von links). stg

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Der Aargauer Bildungsdirektor Alex Hürzeler schnupperte am Montagmorgen in Wegenstetten Schulluft, und vor allem die Unterrichtsbesuche bereiteten ihm sichtlich Spass. Lehrer Jürgen Weier und seine 2. Sekklasse führten zum Beispiel vor, wie sich der Unterricht mit der elektronischen Wandtafel abspielt.

Das Thema waren die Verdauungsorgane des Menschen. Und die Lehrerinnen Jasmin Bussinger und Silvia Hugenschmidt zeigten altersgemischten Unterricht und Teamteaching mit Primarschülerinnen und Primarschülern der 1. bis 3. Klasse.

Davor stellte Schulleiter Patrick Geiger die Kreisschule Wegenstetten-Hellikon vor, die auf das Schuljahr 2014/15 eingeführt wird. Die Kindergärten bleiben wie bisher in den einzelnen Gemeinden. Doch die Primarschule wird zusammengelegt: Die 1. und 2. Klasse werden in Wegenstetten geführt, die 3. bis 6. Klasse in Hellikon.

Schulstandorte gesichert

Das Textile Werken wird in Wegenstetten unterrichtet, das Werken und Hauswirtschaft in Hellikon. Die Schulen in Hellikon und Wegenstetten werden von einer gemeinsamen Schulleitung geführt. Gleichzeitig bleibt Wegenstetten Nebenstandort der Oberstufe im Schulkreis Möhlintal und führt neu sechs Abteilungen Sekundarschule statt wie bisher vier.

Die Schülerinnen und Schüler können damit die ganze Sekundarschulzeit in Wegenstetten durchlaufen, wie Geiger erklärte. Mit der Zusammenlegung der beiden Primarschulen können Jahrgangsschwankungen ausgeglichen und Jahrgangsklassen oder altersgemischte Abteilungen mit Parallelklasse gebildet werden.

Im Vergleich mit anderen Gemeinden waren laut Geiger nur geringfügige bauliche Ergänzungen notwendig. Man erreiche auch eine hohe Auslastung der Schulräume in Hellikon und Wegenstetten. Beide Schulstandorte würden deshalb nicht mehr infrage gestellt. Allerdings verlängert sich für gewisse Primarschulkinder der Schulweg, und für den Schulbesuch müssen die Kinder früher als bisher das Dorf verlassen.

Strukturreform als Auslöser

Auslöser der Schulfusion war die kantonale Strukturreform, mit der auf sechs Primar- und drei Sekundarklassen umgestellt wird. «Die Gemeinderäte, Schulpflegen und die Schulleitung standen geschlossen hinter dem Projekt», sagte Geiger. Zum Erfolg hätten auch das langfristige, koordinierte Vorgehen und die laufende Information der Eltern und der Bevölkerung beigetragen.

Im vergangenen Juni stimmten die Gemeindeversammlungen in Hellikon und Wegenstetten dem Schulvertrag zu. Der Schulleiter sprach am Montag von einer «Win-win-Situation» für beide Gemeinden: «Wegenstetten behält die Sekundarschule, und in Hellikon wird der Schulstandort belebt.»

Gemeinsam mit Christian Aeberli, Leiter der kantonalen Abteilung Volksschule, besucht Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) jedes Jahr vier bis fünf Schulen im ganzen Aargau. Damit will er sich ein Bild vom Geschehen «an der Front» machen, wie er sich ausdrückte. Im vergangenen Jahr habe er im Fricktal das Schulhaus Liebrüti In Kaiseraugst besucht.

Schulleiter Patrick Geiger und Schulpflegepräsidentin Rita Bucher zeigten sich über das Interesse des Regierungsrats und Landammanns erfreut. «Es ist schön, wenn der Bildungsdirektor an die Basis geht und von unseren Herausforderungen und Problemen erfährt», erklärte Geiger.

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