Fricktal
Bieranjas kämpfen mit fünf anderen Orchestern um Showtitel

In der SRF-Sendung «Kampf der Orchester» treten Orchester gegeneinander ann. Mit dabei ist auch eine Formation aus dem Fricktal und Baselbiet, sie haben es bereits ins Halbfinal geschafft.

Susanne Hörth
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Die Bieranjas bei ihrem ersten Auftritt in der SRF1-Fernsehshow «Kampf der Orchester». srf

Die Bieranjas bei ihrem ersten Auftritt in der SRF1-Fernsehshow «Kampf der Orchester». srf

Schräge Fasnachtstöne sind das eine, wohlklingende Orchesterklänge das andere. Zusammen kaum denkbar. Oder doch? Die Bieranjas beweisen: Es geht. Spätestens seit letztem Sonntagabend. Bei der Fernsehshow «Kampf der Orchester» hat sich die Formation aus dem Fricktal und dem Baselbiet ihren Platz im Halbfinale von heute Samstagabend (20.10 Uhr, SRF1) gesichert.

Mit dem Medley aus «Rolling in the Deep» von Adele und «Tango-Objection» von Shakira verbunden mit einer mitreissenden Show begeisterten die Bieranjas – stimmgewaltig unterstützt von den zwei Sängern von ZIPPZ – bei der Eröffnungssendung in der Kreuzlinger Bodensee-Arena das Publikum ebenso wie die Zuschauer vor den Fernsehern. Letztere sorgten mit ihren vielen Anrufen schliesslich dafür, dass die Bieranjas als eine von sechs Formationen im Halbfinale stehen.

«Unser Ziel ist klar, eine Runde weiterzukommen», sagte am Freitagmorgen ein sehr aufgestellter und topmotivierter Präsident Dominik Müller. Die Bieranjas – 21 Männer und 1 Frau – waren kurz zuvor in Kreuzlingen eingetroffen. Bis zur Liveshow am Samstagabend steht haufenweise Probearbeit auf dem Programm. «Die Stimmung bei uns ist sehr gut. Auch wenn es zurzeit drunter und drüber geht», so Müller auf die sehr intensiven Vorbereitungen angesprochen.

Das Üben für «Kampf der Orchester» dauert schon länger. Nach der Teilnahmebewerbung für die Sendung im Frühling folgte im Juli dann das Vorspielen vor den Fernsehshow-Verantwortlichen. «Ihr seid dabei!» Mit diesem Bescheid war für die Bieranjas vor allem eines klar: Proben, proben und noch mehr proben. «Wir mussten ja unsere Show, die wir normalerweise auf einer wenige Quadratmeter grossen Bühne zeigen, so einstudieren, dass wir sie in einer Halle präsentieren können. Also studierten wir eine komplett neue Choreografie ein», so Dominik Müller.

Süffig und ein bisschen bissig

Wer sind die Bieranjas, deren Namen ein Wortspiel aus dem gelben Gerstensaft und dem gefrässigen Raubfisch ist? «Wir sind eine Combo. Fernseh-Moderator Sven Epiney stellte uns im Interview als die Blues Brothers und Sisters des Brass vor», erklärt Müller. Vor 15 Jahren hat sie hauptsächlich mit Fasnachtsauftritten begonnen. Mittlerweile begeistert die Formation längst das ganze Jahr hindurch im In- und Ausland. Ihr Repertoire reicht von Pop, Disco, Rock bis hin zu Blues und Jazz.

«Ein Orchester sind wir nicht, eine Brassband – dazu sind wir zu wenig Mitglieder – auch nicht. Wir sind einfach die Bieranjas», lacht Dominik Müller. Er verweist zudem auf das Markenzeichen der Formation: Hut, dunkle Sonnenbrille und Anzug. Die Freude an der Musik verbindet untereinander und auch nach aussen: «Der Funke der Begeisterung springt immer dann auf unser Publikum über, wenn wir Emotionen rüberbringen können», sagt Dominik Müller. Die Bieranjas hoffen nun, am Samstag mit diesem Funken ein Feuerwerk zünden zu können und damit viel Unterstützung vom Publikum zu bekommen.

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