Laufenburg
Bibliothek zieht Bilanz: Das Buch behauptet sich gut neben den digitalen Medien

Zum ersten Mal in der 22-jährigen Geschichte der Bibliothek wurden in einem Jahr mehr als 20000 Ausleihen verbucht.

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Schriftsteller Charles Lewinsky (Mitte) mit den beiden Bibliothekarinnen Eveline Dillinger (links) und Christa Fischer. Archiv/zvg

Schriftsteller Charles Lewinsky (Mitte) mit den beiden Bibliothekarinnen Eveline Dillinger (links) und Christa Fischer. Archiv/zvg

Die Zunahme der Ausleihen sei sicher der Tatsache geschuldet, dass die Bibliothek einen optimalen Standort hat. Sie profitiert vom Publikumsverkehr im XL-Zentrum, zeigt sich das Laufenburger Bibliotheksteam in seinem Jahresbericht überzeugt. «Ein tolles Ergebnis in einer Zeit, in der die digitalen Medien dem Buch stark Konkurrenz machen. Würde man diese Zahl auf die Bevölkerung von Laufenburg umlegen, so hätte jeder der 3331 Einwohner zirka sechs Bücher ausgeliehen», zeigen die Verantwortlichen die gute Frequenz auf. Die Bibliothekskunden stammen aber nicht nur aus Laufenburg; viele reisen aus der Umgebung an, um das vielfältige Angebot zu nützen.

Mit einem Jahresbeitrag von 30 respektive 40 Franken hat man Zugang zu über 5000 Printmedien (Bücher, Zeitschriften, Comics) und mit einem Beitrag von 20 respektive 30 Franken stehen den Kunden über 600 Hörbücher zur Verfügung. Aufgrund der Zusammenarbeit mit der Aargauer Kantonsbibliothek können Kunden auch aus deren Medienbestand ausleihen. Beide Bibliotheken verfügen über einen Online-Katalog, sodass man sich bequem von zu Hause aus informieren kann. Schon mit der Ausleihe von wenigen Medien ist der Jahresbeitrag amortisiert. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre können Gedrucktes gratis ausleihen.

Das Bibliotheksteam hofft, dass sich der Kreis der Nutzer noch vergrössern wird. Das würde den Standort und die Zukunft der Bibliothek sichern. Bibliotheken helfen mit ihrem Medienangebot nicht nur bei der Freizeitgestaltung, sondern auch bei der Integration und beim lebenslangen Lernen. Sie sind unverzichtbare Institutionen, von denen alle profitieren können.

Vom Kleinkind bis zum Rentner

Ziel der Bibliothek Laufenburg ist es, vom Kleinkind bis zum Rentner alle in die Bibliothek zu holen. Seit 2009 beteiligt sie sich am Projekt «Buchstart» und versucht mit monatlichen Anlässen für Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren gemeinsam mit deren Eltern/Grosseltern einen Beitrag zur Leseförderung zu leisten.

Die Ergebnisse der Pisa-Studie haben gezeigt, dass es mit der Lesefertigkeit der Aargauer Schüler nicht zum Besten bestellt ist. Darum arbeitet die Bibliothek eng mit der Schule zusammen und die Bibliothekarinnen bemühen sich, für die regelmässigen Bibliotheksbesuche der Laufenburger Schul- und Kindergartenklassen immer geeignete Medien bereitzustellen. Auch die Schüler von Sulz werden mit Medienkollektionen aus der Bibliothek Laufenburg versorgt. Diese Zusammenarbeit wurde 2013 geplant und konnte 2014 mit grossem Erfolg umgesetzt werden.

Für Erwachsene werden zudem jährlich Lesungen mit bekannten Schweizer Autoren organisiert, die Besucher aus dem ganzen Fricktal nach Laufenburg locken. Mit Öffnungszeiten am Abend und sporadischen Samstagsöffnungszeiten will die Bibliothek Laufenburg auch den Berufstätigen gerecht werden. (AZ)