Bezirk Laufenburg
Bezirks-CVP feierte den 60. Geburtstag

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens schauten die Christdemokraten zurück auf Meilensteine und vorwärts auf die kommende Legislatur.

Alice Liechti-Wagner
Merken
Drucken
Teilen
Stelldichein bei der CVP (von links): Markus Zemp, Heidi Birrer, Martin Steinacher, Peter Bircher. zvg

Stelldichein bei der CVP (von links): Markus Zemp, Heidi Birrer, Martin Steinacher, Peter Bircher. zvg

In der Taverne zum Adler in Laufenburg traf sich die CVP des Bezirks Laufenburg zum Jubiläum «60 Jahre Bezirkspartei». Die herzliche Begrüssung durch den CVP-Ortsparteipräsidenten, Christian Winter und die Bezirkspräsidentin, Alice Liechti, stimmte auf die gehaltvolle und frohe Festlichkeit ein.

Die Feier in Laufenburg wurde umrahmt vom Waldhornbläser-Duo Julia Benz und Simon Kissling, beides Studierende an der Uni Basel. Das Zusammenspiel und der Gehalt der Musikstücke widerspiegelten die markanten Worte des ehemaligen Nationalrates, Peter Bircher aus Wölflinswil. Er verstand es, die spannende Geschichte in einen Entwicklungsreigen zu stellen, der aufhorchen liess.

Laufenburg war der Gründungsort. Die ersten Dokumente tragen die Unterschriften des nachmaligen National- und Ständerates Robert Reimann und des damaligen Gerichtspräsidenten Dr. Peter Rohrer. Die Partei blühte nach dem 2. Weltkrieg prächtig auf. «Die C-Werte standen hoch im Kurs, nachdem Europa in Trümmern lag», betonte Bircher. Man suchte wieder festen Grund und eine humanitäre Zukunft. Den Familienpostulaten ist die Partei stets treu geblieben, aber auch im Bemühen die sogenannten Ausnahmeartikel in der Bundesverfassung auszuräumen.

Eine weitere Stärkung der Partei brachte als Nachgang zum Konzil die Synode 1972, wo sich viele engagierte Gläubige mit den Grundfragen für Kirche und Gesellschaft auseinandersetzten und mit der Frage, wie die Beziehung zwischen Kirche und politischen Gemeinschaften zu gestalten sei. Es wurde der Weg zu allen Christen gesucht – und zu einer ethisch verantwortbaren Politik über konfessionelle Grenzen hinweg.

Starke Kräfte formierten sich auch für die neue Kantonsverfassung. So erreichte die Partei im Bezirk 1973 fünf Grossratsmandate, weil gleichzeitig bekannte Persönlichkeiten für den Verfassungsrat antraten. Gute Voraussetzungen für die weitere Parteiarbeit schuf schliesslich das Frauenstimmrecht, das 1971 nach langem Ringen eingeführt wurde. Kantonalpräsident, Dr. Markus Zemp, wartete mit dem Blick in die Zukunft auf. Er betonte mit eindrücklichen Zahlen die Wichtigkeit der Schweiz in Europa und vermittelte Freude, die Schweizerischen Qualitäten viel selbstbewusster und überzeugter zu zeigen und zu geniessen. Wenn es in Zukunft gelinge, die Bildungsmöglichkeiten zu erhalten, das Umfeld der Familien besser zu unterstützen, die Möglichkeit zu schaffen, dass auch gut ausgebildete Männer und Frauen Familien gründen und trotzdem einem Erwerb nachgehen können, dann trage dies nicht nur zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei, sondern erlaube es, viele Themen der Zukunft wesentlich besser zu meistern.

Unter der überraschend grossen Zahl von CVP-Engagierten aus allen Gemeinden des Bezirks weilten auch die amtierenden Grossräte Heidi Birrer und Martin Steinacher. Aus ihren Voten wurde klar, wie wichtig auch in Zukunft Mandate auf der Gemeinde, Bezirks- und Kantonsebene sind und sie forderten auf, sich im Herbst 2013 aktiv an den Gemeindewahlen zu beteiligen. Der Abend klang gemütlich, doch klar mit der Überzeugung aus, dass sich die CVP weiterhin für die Gemeinschaft in nah und fern einsetze.

*Alice Liechti-Wagner ist Präsidentin CVP Bezirk Laufenburg.