Wegenstettertal

«Bevölkerung konnte noch nie Stellung beziehen»: Erste 100 Unterschriften für Schulerhalt sind zusammen

«Es kann ja nicht sein, dass den Seitentälern immer alles weggenommen wird», enerviert sich Lützelschwab.(Archiv/twe)

«Es kann ja nicht sein, dass den Seitentälern immer alles weggenommen wird», enerviert sich Lützelschwab.(Archiv/twe)

Mit einer Petition will Herbert Lützelschwab die ­Oberstufe vor dem Aus retten – und ein Zeichen setzen. Imponiert haben ihn besonders die Schüler aus der Kreisschule, die einen Stand aufgebaut und um Unterschriften für die Petition geworben hatten.

Nach der Absage durch den Gemeinderat von Gipf-Oberfrick sind die Chancen, dass die Kreisschule Wegenstetten-Hellikon ihren Oberstufenstandort behalten kann, kaum mehr vorhanden. Um beim Kanton ein Zeichen zu setzen, hat der Zeininger Herbert Lützelschwab eine Petition lanciert. Mit einem Plakat in der Hand zog er vor gut zwei Wochen durch Wegenstetten, um für den Erhalt der Kreisschule zu werben und die Unterschriftsbögen unter das Volk zu bringen.

Etwa 100 Unterschriften habe er bereits zusammen. «Seit einigen Tagen treffen nach und nach die Bögen bei mir ein», sagt Lützelschwab, der noch bis Ende Oktober – so lange läuft die Petition noch – «einige hundert Unterschriften» zusammenbekommen will. Imponiert haben Lützelschwab besonders die Schüler aus der Kreisschule, die vor dem Agromarkt Brogli in Zuzgen einen Stand aufgebaut und um Unterschriften für die Petition geworben hatten.

Signal gegen zunehmende Zentralisieungstendenzen

«Das primäre Ziel der Petition ist, dass der Kanton die Ausnahme­bewilligung für die Kreisschule Wegenstetten-Hellikon über den Sommer hinaus verlängert», so Lützelschwab. Etwa auch, um zu sehen, wie sich die Schülerzahlen in Anbetracht des Bevölkerungswachstums im Wegenstettertal entwickeln. Zudem soll den lokalen Behörden signalisiert werden, dass sie sich nochmals an einen Tisch zusammensetzen und überprüfen sollen, ob sie denn wirklich «alle Möglichkeiten für den Erhalt der Oberstufe ausgeschöpft haben».

Auch soll die Petition ein Signal gegen die zunehmenden Zentralisierungstendenzen sein. «Es kann ja nicht sein, dass den Seitentälern immer alles weggenommen wird», enerviert sich Lützelschwab.

Interessante Reaktionen in den Talgemeinden

Darüber hinaus findet es der Initiant wichtig, mit seiner Petition die Bevölkerung abzuholen, denn: «Die Bevölkerung konnte zu diesem Thema noch nie Stellung beziehen», sagt Lützelschwab.

Bei seinen Touren durch die Talgemeinden seien die Reaktionen interessant gewesen. «Es hat auch viele Personen ohne Kinder gegeben, die unterschrieben haben, weil sie es nicht einsehen, Steuern für eine leerstehende Schule bezahlt zu haben», so Lützelschwab. (dka)

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