Rheinfelden

Betreutes Wohnen im ehemaligen Altersheim Kloos? – Stadtrat treibt Planungen voran

Das ehemalige Altersheim Kloos steht seit Januar 2016 leer. Archiv

Das ehemalige Altersheim Kloos steht seit Januar 2016 leer. Archiv

Der Rheinfelder Stadtrat stellt das neue Alterskonzept vor. Dabei will er mehrere Massnahmen und Ideen umsetzen.

Der Stadtrat möchte die Idee, im ehemaligen Altersheim Kloos zusätzliche Alterswohnungen mit Dienstleistungen aus dem angrenzenden Wohn- und Pflegezentrum Salmenpark zu entwickeln, weiter vorantreiben. Das geht aus einer Mitteilung zum neuen Alterskonzept der Stadt hervor.

Die Liegenschaft an der Kaiserstrasse 34 befindet sich im Eigentum der Stadt sowie an «zentraler und prominenter Lage in Altstadtnähe», wie es weiter heisst. Für die Klärung der zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten liess die Stadt bereits eine bauarchäologische Untersuchung und eine Potenzialanalyse durchführen. Nun soll eine Architekturstudie zeigen, wie und in welchem Umfang Alterswohnungen im Gebäude realisierbar wären. «Ziel ist es, im Lauf des nächsten Jahres Gewissheit darüber zu haben, was möglich ist», sagt Stadtschreiber Roger Erdin.

Ende Jahr erscheint eine Informationsbroschüre

Beschäftigen wird sich der Stadtrat auch mit dem vielgeäusserten Wunsch der älteren Bevölkerung, in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Dies bedinge eine Anpassung der Wohnumgebung, der Wohnform und der Dienstleistungs­palette sowie die Bereitschaft, rechtzeitig in eine für die bevorstehende Zeit adäquate Wohnform zu wechseln, heisst es dazu in der Mitteilung. Hier sieht der Stadtrat einen Handlungsschwerpunkt. «Konkret will er deshalb im Rahmen der bevorstehenden Revision der Bau- und Nutzungsordnung die spezifischen Anliegen von Seniorinnen und Senioren einfliessen und prüfen lassen.»

Im Bereich Information und Vernetzung ortet der Stadtrat ebenfalls Verbesserungspotenzial. Schon Ende Jahr soll eine Neuauflage der Informationsbroschüre für die ältere Bevölkerung erscheinen. Eine weitere Idee ist ein Senioren-Café in Zusammenarbeit mit dem Verein «SeniorInnen für SeniorInnen». Im Budget 2021 sind ausserdem Mittel vorgesehen, mit denen das Projekt «Alter und Migration Rheinfelden» des Hilfswerks der evangelischen Kirchen Schweiz unterstützt werden soll. Ausserdem wird mittelfristig auch die Schaffung einer Fachstelle für Gesellschaftsfragen innerhalb der Verwaltung geprüft.

Der Stadtrat hat das Alterskonzept bereits Ende des vergangenen Jahres verabschiedet. Es hätte im Frühjahr öffentlich vorgestellt werden sollen, was die Coronapandemie allerdings verunmöglichte. Nun wurde das Konzept auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. Interessierte können es auch in Papierform auf der Kanzlei beziehen.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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