«Playing together» war die Eröffnungsmelodie der Greenhorns an diesen Abend, mit der sie auch das Motto parat hatten und zeigten, welchen Riesenspass alle am gemeinsamen Musizieren haben. Unerschrocken und mutig wie die «Pirates of Rock» hatten sie dieses nicht ganz einfache Stück vom deutschen Komponisten Markus Götz einstudiert und präsentierten ganz famos das rockige Werk. Die Greenhorn- und Juniorband leitete Andreas Meier, Dirigent der Jugendband ist seit 2005 Valentin Sacher.

Ode an einen «Flash Mob»

Das Jahr neigt sich mit Riesenschritten dem Ende entgegen, für viele Musikliebhaber ist damit auch Ludwig van Beethovens neunte Sinfonie eng verbunden. Grossartig die jubilierend festliche Interpretation der Juniorband «Ode to a Flash Mob», bei der sich nach und nach alle Instrumente zusammenfanden zu einem imposant melodiösen Klangteppich. Lyrisch versunken ging die Reise danach in die Weiten des schottischen Hochlandes, mal lieblich virtuos, mal dramatisch schwer, mal folkloristisch. Ein eindrückliches Bild des Lebens dort.

Bekannt und weltweit beliebt ist das amerikanische Weihnachtslied «Jingle Bell Rock» (Joe Beal / Jim Boothe), lustvoll rockten die Musikanten hier mit ihren Instrumenten.

Johann Pachelbel, deutscher Barockkomponist, wurde vor allem bekannt durch seinen zärtlich heiteren «Kanon», den die Jugendband gekonnt präsentierte. Beinahe verloren und von weither kamen danach die Noten aus dem ersten Satz der «Hymn of the Highlands» vom zeitgenössischen Komponisten Philip Sparke mit herrlich eindrücklichen Soli auf Trompete und Euphonium, meisterlich interpretiert von Fiorenzo Pedrocchi und Lea Schlienger.

Kraftvoll malte das Orchester ein Bild von Andress Castle, einem kleinen Dorf auf der Grünen Insel, mal imposant schnell, dann ruhig das Finale. Empfindsam leise, fast schwebend «Nimrod» aus den Enigma Variationen von Edward Elgar, einem Vertreter der Spätromantik.

In den Variationen beschreibt er unter deren Spitznamen ihm nahestehende Menschen. Nimrod war sein Freund und Lektor Wilhelm Jaeger, der den Komponisten oftmals auch moralisch aufbaute und motivierte. Äusserst anspruchsvoll dieses Stück, fabelhaft von der Jugendband zu Gehör gebracht.

Stress – in vergnüglicher Form

Ob aus eigener Erfahrung oder nur vom Zuschauen daheim, die Musikanten wussten, dass das Weihnachtsfest neben Freude auch oft jede Menge Stress bedeutet. Vergnüglich in Wort und Ton gaben sie davon eine kleine Kostprobe.

Ihre Instrumente beherrschen sie natürlich einwandfrei, doch dass sie auch a-cappella ein Lied schmettern können, bewiesen sie am Ende des Konzerts mit dem traditionellen Spiritual «Go, tell it on the Mountains» (Lloyd Larson). Locker und sehr anschaulich führte Mario Hürbin aus der Jugendband durch das Programm.