Mettauertal Etzgen
Berufsschau vermittelte Überblick über das Lehrstellenangebot

23 Lehrbetriebe stellten insgesamt 32 verschiedene Berufe vor. Die von «Gewerbe Gansingen-Mettauertal-Schwaderloch» (GMS) in Etzgen organisierte Schau lockte zahlreiche Leute an.

Dieter Deiss
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Sabrina aus Oberhofen wollte mal sehen, welche Berufsmöglichkeiten es für sie gibt
7 Bilder
Sacha aus Full hat Infos erhalten, die er bisher nicht hatte
Matthias aus Leibstadt erkundigte sich am Stand der Berufsberatung
Eleane aus Gipf-Oberfrick interessierte sich insbesondere für Berufe aus dem Gesundheitswesen
Jann aus Laufenburg hat noch keinen konkreten Wunsch, er hat sich einfach mal umgesehen
Benjamin aus Leibstadt (Zwillingsbruder von Matthias) interessiert sich für den Beruf des Informatikers und Geomatikers, noch lieber möchte er Zahnarzt werden
Berufsschau Etzgen

Sabrina aus Oberhofen wollte mal sehen, welche Berufsmöglichkeiten es für sie gibt

Auf dem Firmengelände und in den Werkhallen der Jehle AG in Etzgen warb das Gewerbe aus dem Mettauertal und der näheren Umgebung mit attraktiven Ständen bei den jungen Leute für die von ihnen benötigten Berufe.

«Es ist für die Wirtschaft der Schweiz aber auch der Region wichtig, dass wir genügend Fachkräfte haben», betonte Raphael Jehle, Hausherr und Mitglied der Geschäftsleitung der Jehle AG, anlässlich der Eröffnung der Berufsschau. Die Vielfalt der in der Region angebotenen Berufe sei erstaunlich. Er hoffe zudem, dass junge Menschen vermehrt wieder einen Beruf erlernten, statt Phil I zu studieren, meinte er.

Red und Antwort

Die offizielle Eröffnung blieb dann Beda Denkinger, dem GMS-Präsidenten, vorbehalten. Ziel dieser Schau sei es, die vielfältigen Berufsbilder zu zeigen. Er hoffe, dass mit dem Gebotenen Freude geweckt werden könne an der Berufsausbildung.

Zweifellos konnte dieses Ziel erreicht werden, stiess doch die Ausstellung auf grosses Interesse. Die 23 Lehrbetriebe demonstrierten an ihren Ständen einerseits auf, was sie produzieren und welches die Arbeiten sind, die Berufsleute hier erledigen.

Nicht selten waren es Lernende aus den Betrieben, die ihren zukünftigen Kolleginnen und Kollegen die Eigenheiten ihres Lehrbetriebs aufzeigten.

Viele Jugendliche

Auf dem Ausstellungsrundgang waren zahlreiche Jugendliche anzutreffen. Häufig waren sie in Begleitung ihrer Eltern. An den Ständen entwickelten sich interessante Gespräche, so dass die jungen Leute zahlreiche Eindrücke über ihre mögliche berufliche Zukunft mit nach Hause nehmen konnten.

Die Aussteller waren bemüht, ihre Berufe anhand praktischer Beispiele darzustellen. So sah man beim Schreiner wie eine CAD-Zeichnung entsteht, der Elektriker zeigte eine Kabelmontage und beim Zimmermann standen die Chefs der beiden Firmen gleich höchst persönlich in ihrer Zunftbekleidung Rede und Antwort. Bei den Strassenbauern konnte man zusehen, wie ein Platz gepflästert wird, während die Maurer eine Backsteinmauer erstellten und die Gärtner einen Platz mit Steinen belegten.

Reges Interesse

Lars Schlageter, Ausbildungsverantwortlicher bei Koch+Partner, der erstmals an der Berufsschau vertreten ist, zeigte sich sehr erfreut über das rege Interesse. Er präsentierte an seinem Stand zusammen mit Lernenden die Berufe Geomatiker und Informatiker.

Mit einer ganzen Equipe von Lernenden war das Gesundheitszentrum Fricktal vertreten. Dieses bildet rund 100 Lernende aus, natürlich primär in Pflegeberufen, aber auch Kaufleute und Köche werden hier ausgebildet, wie Edith Bühler, die Verantwortliche für Bildung und Beratung ausführte. Diese meinte zudem, dass man im Moment genügend junge Leute finden, die eine Lehrstelle im Gesundheitsbereich antreten wollen.

Nach Suppe duftet es am Stand vom Gasthaus «Bären» Hottwil, wo die junge Lernende das Gemüse für eine Suppe vorbereitete und Chefin Esther Keller interessierten Mädchen und Burschen das Berufsbild Koch erklärt.

Am Stand «Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf Aargau», der ehemaligen Berufsberatung, wirbt Regina Weber, Teamleiterin der Stelle Rheinfelden, für ihre Dienste und macht aufmerksam auf die Aargauer Lehrstellenbörse vom kommenden Mittwoch, 20. März, in Rheinfelden.

Sie sucht vor allem noch Firmen mit freien Lehrstellen und bittet diese, sich zu melden. Dies zeigt, das Angebot an die jungen Leute ist in jeder Beziehung recht gross. Diese müssen sich jedoch darum bemühen und die Angebote und Hilfen an den verschiedensten Orten abholen.

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