9.45 Uhr im Feuerwehrmagazin Rheinfelden. Während der Nachwuchs noch beim Znüni sitzt, hecken die Aktiven im Besprechungsraum aus, was die 24 Jungen und Mädchen gleich erleben werden. «Nehmt sie richtig ran, aber stressig soll es auch nicht werden», gibt Patrick De Bona, Leiter der Jugendfeuerwehr Regio-Rheinfelden, den Kameraden mit auf den Weg. Diese kommen von den Feuerwehren Rheinfelden, Magden-Olsberg, Augst-Kaiseraugst, Möhlin, Unteres Fischingertal und Stein.

«Unfall mit zwei Autos, Medium läuft in den Bach», heisst ein Übungsszenario für den Feuerwehrnachwuchs. Einsatzort ist Magden. Kurz vor 10 Uhr geht der Alarm ein. Es wird hektisch im Magazin: Einsatzkleidung richtig anlegen, jeder Handgriff muss sitzen – dann geht es auf die Fahrzeuge.

Zwei Autos finden die Jugendlichen später vor – das eine liegt auf dem Dach. Und in beiden liegen verletzte Personen. Deren Bergung gestaltet sich schwierig. Den einen Wagen müssen die Retter komplett auseinandernehmen, bis sie alle Personen in Sicherheit haben. Die «Verletzten» müssen ganz schön lange ausharren, bis sie endlich auf der Trage in die Erste-Hilfe-Station gelangen. Schweres Gerät kommt zum Einsatz – Spreizer und elektrische Scheren, um Türen aufzustemmen und das Autodach zu entfernen. Und während sich der Grossteil der 24 Teilnehmer des Berufsfeuerwehrtags um die Menschen kümmert, leistet ein kleinerer Teil einen Beitrag zum Umweltschutz. Sie errichten eine Sperre, um ausgelaufenes Öl daran zu hindern, sich im Magdenerbach zu verteilen.

Die ganze Palette des Feuerwehralltags kennen lernen – darum ging es beim vierten Berufsfeuerwehrtag, den der Bezirk des grossen Aufwandes wegen nur alle zwei Jahre veranstaltet. Neben dem Übungsszenario in Magden gab es für die Jugendlichen weitere Aktionen in Stein, Möhlin, Rheinfelden und Kaiseraugst.