Herznach
Bergwerksmuseum: Erster Schritt «Zurück in den Stollen»

Mit dem Projekt «Zurück in den Stollen» geht es ganz konkret vorwärts. Der Verein Eisen und Bergwerke bewilligte einen Kredit von 250 000 Franken für die erste Ausbauphase.

Geri Hirt
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Bergwerkareal wird zu einem attraktiven Bergwerkmuseum. GHI

Bergwerkareal wird zu einem attraktiven Bergwerkmuseum. GHI

Das Bergwerkfest vom September 2010 übertraf mit einem Reingewinn von über 60 500 Franken alle Erwartungen.

Ein gut gelaunter Peter Scheuble, Präsident des Vereins Eisen und Bergwerke (VEB), wartete an der Mitgliederversammlung mit durchwegs positiven Nachrichten auf: Das Vorprojekt «Zurück in den Stollen» konnte 3600 Franken unter dem Kostenvoranschlag von 20 000 Franken abgeschlossen werden.

Nach Gesprächen mit den zuständigen Organen des Kantons ist das Mammutprojekt etappiert und als erste Phase 2010 bei den kantonalen Stellen und bei Swisslos eingereicht worden. An die Gesamtkosten von 250 000 Franken für diese erste Etappe hat Swisslos einen Beitrag von 143 000 Franken zugesichert. Der Restbetrag ist durch Eigenmittel des Vereins gesichert, sodass die konkrete Planung und Realisierung unverzüglich an die Hand genommen werden kann.

Einblick in den Hauptstollen

Im Projekt enthalten sind eine Verbesserung des Einblicks in den Hauptstollen durch Bau eines Podests, der Ausbau des Ammoniten-Ausstellungsraumes und die Schaffung eines Vorführraumes zur Präsentation audiovisueller Dokumente. Die Ausstellung kann flächenmässig verdreifacht werden, was eine attraktive Präsentation der Ammoniten, der geologischen Schichtprofile und weiterer Objekte erlauben wird.

Das Projektteam wird von einem wissenschaftlichen Beirat, dem zwei Geologen und ein Zoologe angehören, begleitet. Der separate Vorführraum wird als Empfangsraum mit der nötigen Infrastruktur ausgebaut.

Bereits liegt ein von Daniel Lüscher ausgearbeitetes Betriebskonzept vor. Im April werden an einer öffentlichen Info-Veranstaltung Projekt und Ziele vorgestellt. Ebenfalls im April soll die Baueingabe erfolgen, sodass man im Oktober 2011 mit dem Baubeginn rechnen kann. «Die Etappierung macht Sinn, da alle Beteiligten im Nebenamt mitarbeiten. Zudem gilt es den Betrieb aufzubauen und Erfahrungen zu sammeln», sagte Peter Scheuble. Er machte mit einem straffen Bauplan jedoch klar, dass die Planung der zweiten Bauphase, der eigentlichen Stollenöffnung, ab Mitte 2012 erfolgen werde.

Mutation im Vorstand

Hans Beck, der massgeblich die Ammonitengruppe aufgebaut hat, und Michael Steffen, der sich vor allem als Festorganisator in die Annalen des VEB eingeschrieben hat, demissionierten aus dem Vorstand. Sie wurden ersetzt durch Werner Deiss, Michael Krebs und Daniel Lüscher. Wieder gewählt wurden Ueli Hohl und Peter Scheuble.

Zustimmung erhielten die Kredite für wiederkehrende Ausgaben für die Stollenbahn von 10 000 Franken für das Jahr 2011 sowie von 5000 Franken für die Folgejahre. Die Ammonitensammlung umfasst heute insgesamt 2065 inventarisierte Fossilien, wie Ruth Reimann bekannt geben konnte.

Am 6. Juni kann im Rahmen der Natur- und Kulturwoche am Eisenweg in Wölflinswil der einzigartige geologische Abbruch des Wölflinswiler Grabens eingeweiht werden.