Kaiseraugst

Beitrag zum Umweltschutz: Velounterführung an der Landstrasse kann bald befahren werden

Gemeinderat Jean Frey (links) und Martin Bühler vom kantonalen Baudepartement auf der Probefahrt durch die neue Velounterführung.

Gemeinderat Jean Frey (links) und Martin Bühler vom kantonalen Baudepartement auf der Probefahrt durch die neue Velounterführung.

Die Gemeinde Kaiseraugst übernimmt in Kürze die Velounterführung an der Landstrasse. Gekostet hat diese rund 2,12 Millionen Franken. Trotz dieser Investition ist in Sachen Veloverkehr im Kanton Aargau noch einiges zu tun.

Für die Eröffnung hat es zwar noch nicht ganz gereicht. Aber immerhin: Eingeweiht werden konnte im Beisein von Vertretern von Gemeinde, Kanton, der Baufirma Erne sowie des Konzernes Hoffman-La Roche die Ende Mai in Angriff genommene Velounterführung unterhalb der Landstrasse in Kaiseraugst. Entstanden ist durch den Abschluss des Bauprojekts eine Verbindung zwischen der kantonalem Radroute R 500 sowie den südlichen Arbeitszonen von Kaiseraugst.

«Ich hoffe, dass das Werk auch angenommen wird», erklärte Vizepräsident Markus Zumbach. Besonders freute es ihn als Vertreter der Gemeinde, eine «etwas stabilere» Baukonstruktion entgegennehmen zu können. «In 100 Jahren zahlt dann die Gemeinde das Apéro», scherzte Zumbach.

Der Optimismus des Vizepräsidenten in die Bausubstanz kam nicht von ungefähr. Martin Bühler und Peter Widmer vom kantonalen Departement für Bau, Verkehr und Umwelt erläuterten technische Details. Für den Fahrbahnbelag habe ein neuer, besonders harter, wasserabweisender und praktisch unterhaltsfreier Faserverbund-­Baustoff Verwendung gefunden.

In Sachen Veloverbindungen gibt es noch einiges zu tun

Dieser sei im gesamten Kanton Aargau erst zum zweiten Mal verbaut worden, präzisierte Widmer. Relativ neu bei dieser Baumassnahme war auch die Auftragsvergabe an einen «Totalunternehmer» (Firma Erne und Ingenieurbüro Suisseplan AG), der gleichzeitig für Planung und Durchführung des Projektes verantwortlich war. Die sei ein Ausschreibeverfahren gewesen, das gerade bei grösseren Bauprojekten künftig Standard sein werde, sagte Bühler.

In Sachen Veloverbindungen sei im Kanton Aargau allerdings noch einiges zu tun, räumte Bühler ein. Ab Möhlin seien die Strecken zwar gut ausgebaut. «Rheinaufwärts wird es aber schwierig», so Bühler. Da gebe es aber noch «spannende Aufgabe», um etwas für den Veloverkehr und damit die Umwelt zu tun.

Den ersten Stresstest bestanden

Der Spatenstich für das Projekt erfolgte Mitte Mai. Ende Mai startete die Baumassahme, die mit insgesamt 2,12 Millionen Franken zu Buche schlug. 40 Prozent der Kosten werden über die dritte Generation des Agglomerationsprogramms Basel vom Bund finanziert. 200'000 Franken steuert die Firma Hoffmann-La Roche pauschal im Rahmen der Arealgestaltung bei. Den Rest finanziert der Kanton Aargau. Ganz ungeschoren kommt die Gemeinde Kaiseraugst nicht davon. In ihrer Verantwortung verbleibt der Unterhalt der Unterführung.

Einen ersten Stresstest hat die für Velofahrer und Fussgänger gleichermassen vorgesehene unterirdische Querung der Landstrasse inzwischen bereits bestanden. Martin Bühler vom Tiefbauamt und SVP-Gemeinderat Jean Frey liessen es sich trotz des regnerischen Wetters nicht nehmen, mit dem Velo eine Probefahrt zu unternehmen. Bis zur offiziellen Eröffnung werden allerdings noch einige Tage vergehen.

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