Nach getaner Arbeit gibt es Kohle. Im Falle der Köhlerei Kaisten nicht unmittelbar nach Erlöschen des Feuers Mitte Oktober des zurückliegenden Jahres, sondern ein paar Monate danach. Wie der neue Kaister Förster Oliver Eichenberger gegenüber der Aargauer Zeitung erklärte, wird vom 7. Bis 9. März (Verschiebedatum: 14. bis 16. März) der Kohlenmeiler beim Waldhaus Esplen ausgepackt.

Drei Wochen dauerte die Köhlerei in Kaisten im Herbst des zurückliegenden Jahres. Vom Tag des Anzündens des Kohlenmeilers anfang Oktober bis zu Ende des eigentlichen Verkohlungsprozesses war die Kaister Köhlerei ein Publikumsmagnet. Einerseits war es spannend, die Entlebucherin Köhlerfachfrau Doris Wicki bei der Arbeit zu beobachten und sich von ihr kompetent über das alte Handwerk informieren zu lassen. Andererseits wurde das Kaister Köhlerfest für zahlreiche Veranstaltungen, Versammlungen oder einfach für das gesellige Beisammensein genutzt. Dank einer Festwirtschaft war auch für das leibliche Wohl gut gesorgt.

Kohle wird abgepackt

Eine Festwirtschaft wird nun auch an den drei Tagen vom 7. bis 9. März (bei schlechtem Wetter: 14. bis 16. März), jeweils von 9 bis 22 Uhr geboten. Anwesend, zumindest an den ersten beiden Tagen, ist auch Köhlerin Doris Wicki.

Nach dem Mitte Oktober das Feuer erloschen war, wurde der Kohlenmeiler in eine luftdichte Plane gepackt. Nicht nur diese Abdeckung muss nun entfernt werden. Doris Wicki wird auch die Löschi (Kohlengries), mit welchem der Meiler ringsum bedeckt war, sorgfältig entfernen. Die Löschi wird gesiebt und von Doris Wicki mitgenommen. Das Material kommt bei weiteren Schauköhlereien wieder zum Einsatz.

Die Kaister Kohle – übrigens rein aus gemeindeeigenem Kirschbaumholz hergestellt – wird dann in Säcke abgepackt und zum Verkauf angeboten.