Gemeinderatswahlen Stein

Beide Kandidaten im Test: Welches ist der Schandfleck von Stein?

Beat Käser, FDP (links) und Kurt Hofmann, SVP (rechts)

Beat Käser, FDP (links) und Kurt Hofmann, SVP (rechts)

Wahlen Kurt Hofmann und Beat Käser wollen am Sonntag in den Gemeinderat – die az hat den beiden Kandidaten fünf wichtige Fragen gestellt.

Am Sonntag wählen die Steiner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einen neuen Gemeinderat – den Nachfolger des zurücktretenden FDP-Manns Werner Schneider. Bereits einige Tage vor der Wahl sorgte dies für Wirbel im Dorf: Denn während der offiziellen Meldefrist hatte sich mit Kurt Hofmann nur ein einziger Steiner als Kandidat gemeldet. Erst im Nachhinein wurde die zweite Kandidatur, jene von Beat Käser, lanciert.

Eine Gruppierung unter dem Titel «Zukunftsgerichtete Bürger» verteilte Flyer und warb damit für den Feuerwehrkommandanten. «Sollte ich gewählt werden, nehme ich sicher die Wahl auch an», sagte Käser daraufhin.

Vier Tage vor der Wahl hat die az dem SVP- und dem FDP-Kandidaten fünf Fragen gestellt. Sie sagen, wo sie die grössten Herausforderungen sehen, wie es nach der gescheiterten Fusion im mittleren Fricktal weitergehen soll und welches ihr Lieblingsort ist – aber auch, an welchem Ort sie Verbesserungen anstreben würden, sollten sie am Sonntag Gemeinderat werden.

Der 46-jährige Medienberater ist in Stein aufgewachsen und Ortsbürger der Gemeinde. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder (20 und 15 Jahre) und zählt Politik, Sport sowie Musik zu seinen Hobbys.

Kurt Hofmann, SVP

Der 46-jährige Medienberater ist in Stein aufgewachsen und Ortsbürger der Gemeinde. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder (20 und 15 Jahre) und zählt Politik, Sport sowie Musik zu seinen Hobbys.

Beat Käser ist Konstruktionsschlosser. Der 40-Jährige lebt seit Geburt in Stein und ist verheiratet. Käser ist bei der Feuerwehr. Seine Hobbys sind Handball, Tauchen und Reisen.

Beat Käser, FDP

Beat Käser ist Konstruktionsschlosser. Der 40-Jährige lebt seit Geburt in Stein und ist verheiratet. Käser ist bei der Feuerwehr. Seine Hobbys sind Handball, Tauchen und Reisen.


Nehmen wir an, Sie schaffen die Wahl: Für welches Anliegen würden Sie sich als Erstes einsetzen?
Kurt Hofmann: Das kommt darauf an, welches Ressort ich übernehmen dürfte und welche Projekte anstehen. Es gibt sicherlich genug spannende und interessante Dossiers.

Beat Käser: Das würde auch von der Ressort-Zuteilung abhängig sein. Mir liegt persönlich am Herzen, dass Lösungen für das zunehmende Littering-Problem im Dorf gefunden werden.

Auf was muss aus Ihrer Sicht im Zusammenspiel mit den deutschen Nachbarn besonders geachtet werden?
Kurt Hofmann: Auch als SVPler ist mir bewusst, dass die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn gepflegt werden muss, auch im kulturellen Bereich. Synergien sind zu nutzen, die grenzüberschreitend möglich und sinnvoll sind.

Beat Käser: Stein unterhält seit je gute Beziehungen zu den deutschen Nachbarn. Diese müssen erhalten bleiben. Die Synergien müssen auch in Zukunft genutzt und wo möglich ausgebaut werden.

Vor kurzem wurde eine Fusion mit den Nachbargemeinden abgelehnt. Ist Stein auch in zehn Jahren noch allein?
Kurt Hofmann: Das wird die Zeit zeigen. Die abgelehnte Fusion machte für mich so keinen Sinn. Wegweisend wird sicherlich die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden im Sisslerfeld sein.

Beat Käser: Die Idee eines Gemeindezusammenschlusses ist vom Tisch. Das wurde klar entschieden. Die Gemeinde Stein steht auch in Zukunft vor Herausforderungen und muss diese mit einer gestärkten Verwaltung lösen.

Wie muss es Ihrer Ansicht nach im Sisslerfeld weitergehen?
Kurt Hofmann: Der Regionalverband macht in diesem Bereich tolle Arbeit, die unbedingt weiterverfolgt werden soll. Auch hier gilt es, eine gute und enge Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden zu pflegen.

Beat Käser: Die nachhaltige Entwicklung muss eine hohe Priorität haben. Firmen mit attraktiven Arbeitsplätzen müssen gewonnen werden. Von qualitativem Wachstum würde die gesamte Region profitieren.

Zum Schluss noch etwas Persönliches: Welches ist Ihr Lieblingsplatz in Stein? Und welches ist für Sie ein Schandfleck? 
Kurt Hofmann: Auf dem Friedensplatz bin ich gerne mit meiner Familie zum Grillieren, die Aussicht ist toll. Das Rheinufer (vor allem wegen des Mülls) und die Region bei der Holzbrücke finde ich nicht so schön. Da besteht Handlungsbedarf.

Beat Käser: Das Dorf ist facettenreich. Ich halte mich überall gerne auf. Für mich gibt es ungenutzte Orte. Als Beispiel kann hier die Rheinuferzone genannt werden. Projekte in diese Richtung sind aber am Laufen.


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