«Trampelpfade», aufgewühlte Waldböden, Schlamm verschmierte und durch scharfe Eckzähne eingekerbte Baumstämme sind Spuren, welche Wildschweine in unseren Wäldern hinterlassen. Zu sehen sind die Schwarzkittel, die üblicherweise in ganzen Rotten unterwegs sind aber eher selten. «Gott sei Dank», ist an dieser Stelle wahrscheinlich so manch Leser und regelmässiger Waldbesucher erleichtert. Eine Begegnung mit den mächtigen Tieren ist nicht ungefährlich.

Einfangen mit der Fotofalle

Die Tiere trotzdem aus nächster Nähe zu erleben, beziehungsweise vor die Linse einer Kamera zu bekommen, wollte Peter Ipser aus dem Mettauertaler Ortsteil Mettau. Er hat deshalb im Gebiet Wandfluh im Ortsteil Wil eine Fotofalle aufgestellt und ein paar Schwarzkittel «erwischt».

Wie die «Neue Fricktaler Zeitung» berichtet, ist dem Mettauertaler bei seiner «Fotojagd» noch ein ganz anderes, sehr scheues Wildtier vor die Linse gelaufen. Ein Luchs. Entgegen der in Gruppen umherziehenden Wildschweine ist der Luchs ein Einzelgänger, ist König in dem von ihm auserwählten Gebiet.

Luchse werden immer wieder mal im Fricktal gesichtet. Anfang September dieses Jahres informierte die Jagdgesellschaft Wölflinswil die Teilnehmer an der öffentlichen Waldbereisung des Forstbetriebs Wölflinswil-Herznach-Ueken-Staat Aargau unter anderem darüber, dass es nebst Gämsen, Wildschweine auch Luchse in der Gegend gebe. Vier der scheuen Raubkatzen seien regelmässig in Wäldern hier anzutreffen.

Revier in Ittenthal

Auch im Kaister Ortsteil Ittenthal dürfte ein Luchs ein Jagdrevier in seinen Besitz genommen haben. Der bald in Pension tretende Kaister Forstwart Ernst Furler hat vor einigen Wochen gegenüber dieser Zeitung erwähnt, dass er bereits vor zwei Jahren im Ittenthaler Forst einen Luchs beobachten durfte.

Ab und zu gelingen Fotografien von Luchsen in unserer Region. So ist eine der hochbeinigen, gepunkteten Raubkatzen 2009 bei Ueken in eine Fotofalle getappt. Angesichts der wenigen bei uns lebenden Tiere bleibt der Luchs aber ein seltenes Fotosujet.