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Bei Manu-L und der Musik war es erst Liebe auf den zweiten Blick

Rockerpose mit akustischer Gitarre: Emanuel Gut im Alter von sieben Jahren und heute.

Rockerpose mit akustischer Gitarre: Emanuel Gut im Alter von sieben Jahren und heute.

Prominente blättern im Weihnachtsalbum. Heute: Der bekannte Musiker Manu-L und seine erste Gitarre.

Im Fernsehen hatte der siebenjährige Emanuel Gut coole Clips von Bands mit elektrischen Gitarren gesehen – und war begeistert. Grund genug, sich zu Weihnachten eine Gitarre zu wünschen. Tatsächlich versprachen ihm die Eltern an Heiligabend 1990, baldmöglichst eine Gitarre zu kaufen.

Die Vorfreude wuchs also noch etwas weiter – und endete wenig später mit einem Dämpfer. «Im Laden stellte sich heraus, dass ich mir eine akustische Gitarre aussuchen durfte. Da war ich schon ziemlich enttäuscht», erinnert sich Emanuel Gut, der heute unter dem Künstlernamen Manu-L bekannt ist.

Allerdings währte die Enttäuschung nicht lange. Schon bald war Klein-Emanuel Feuer und Flamme für sein neues Instrument. Er ging in den Gitarrenunterricht, einen «qualitativ guten», wie er heute sagt, und die Rockerposen gelangen auch schon bald mit der akustischen Gitarre, wie das obige Bild beweist.

Mittlerweile ist er seinen Eltern mehr als dankbar, dass sie auf der akustischen Gitarre beharrt haben. «Sie bildete die Basis für meine Musikkarriere», sagt Manu-L. «Schon früh habe ich mit ihr erste Melodien komponiert.»

Durchs Leben begleitet

Und auch wenn Manu-L heute als Sänger auf der Bühne steht, Songideen und Eigenkompositionen entstehen weiterhin beim Gitarrespielen. Nicht mehr auf der allerersten allerdings. «Sie hat mich durchs Leben begleitet und ist das wertvollste Stück, das ich besitze», sagt Manu-L. «Viele schöne Erinnerungen sind damit verbunden.»

Einige der Erinnerungen werden von Kratzern oder Löchern am Instrument verstärkt. «Ich habe meine Gitarre immer sorgfältig behandelt, aber in der Jungschar war sie halt das Objekt der Begierde», sagt Manu-L lachend. «Sie wurde oft gespielt und gebraucht und heute hat sie einen Ehrenplatz bei mir zu Hause.»

Und so kommt sie auch an Weihnachten nicht zum Einsatz, obwohl ein Weihnachtsfest bei der Familie Gut ohne Weihnachtslieder undenkbar ist. Auch dieses Jahr wird die Familie wieder um die Nordmanntanne sitzen «und zwei, drei Klassiker» singen – wenn auch «mit unterschiedlich grosser Inbrunst», wie Manu-L mit einem Augenzwinkern sagt.

«Ich geniesse die Weihnachtszeit jeweils sehr und zelebriere sie gerne», so Manu-L. «Das fängt jeweils schon damit an, den Baum im Wald zu holen und zu schmücken. Dieses Jahr freut sich der Magdener besonders. Er ist vor etwas mehr als einem Jahr Vater geworden. «Das bevorstehende Weihnachtsfest ist das erste, das mein Sohn bewusst wahrnimmt», sagt Manu-L. «Er ist an allem, was in seiner Umgebung passiert, interessiert und ich glaube, dass er spürt, dass es eine spezielle Zeit ist.»

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