Laufenburg
Bei dieser Ballett-Tänzerin sind alle Schüler willkommen

Luise Krey eröffnet am kommenden Mittwoch in Laufenburg die Ballettschule «ballettissimo». Sie lehrt dabei nicht nur das Tanzen, sondern will auch die Kultur und die Geschichte des Balletts weitergeben.

Marc Fischer
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Luise Krey in Ballettpose: Am kommenden Mittwoch eröffnet sie in Laufenburg eine Ballettschule im Schulhaus Burgmatt.

Luise Krey in Ballettpose: Am kommenden Mittwoch eröffnet sie in Laufenburg eine Ballettschule im Schulhaus Burgmatt.

mf

«Das Streben nach Perfektion ist gut, aber ich will auch die Lust am Tanzen fördern», betont Luise Krey. Und man nimmt der Tanzpädagogin ihre Worte ab. Ab dem kommenden Mittwoch fördert sie die Ballettlust in Laufenburg.

Ihre Ballettschule «ballettissimo» hält im Vereinssaal des Schulhauses Burgmatt Einzug. Der Raum sei ideal, so die 34-Jährige, auch wenn sie keine Spiegel anbringen darf.

Studium in London

Luise Krey ist bereits weit in der Welt herumgekommen. Im Norden Deutschlands aufgewachsen, studierte sie in Dresden und später an der Royal Academy of Dance (RAD) in London Tanzpädagogik. Ihre Lehrtätigkeiten führten sie danach nach Neuseeland und später nach Uster. Und nun also Laufenburg. Erstmals als selbstständige Ballettlehrerin.

Der Liebe wegen sei sie vor rund sieben Jahren in die Gegend gezogen, so Luise Krey. Nach Görwihl (DE), wo sie weiterhin mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt.

«Auch wegen der Kinder ist Laufenburg ideal», schwärmt Luise Krey weiter, «hier kann ich im kleineren Rahmen, an zwei Nachmittagen pro Woche, meine Leidenschaft ausüben und meine Schüler für Ballett begeistern.»

Zwei Nachmittage pro Woche

Jeweils am Mittwoch von 13.30 bis 18 Uhr und am Donnerstag von 15 bis 19 Uhr hat «ballettissimo» den Vereinssaal des Burgmattschulhauses gemietet. Luise Krey unterteilt die Nachmittage in einstündige Lektionen, abgestuft nach Alter – von Pre-Primary (ab 5 Jahren) bis zu Erwachsenen.

«Bisher habe ich Flyer aufgelegt und in der Schule verteilt», erzählt sie. Mit Erfolg. Bereits hat sie 20 Anmeldungen «im Alter von 5 bis 65 Jahren.» Kostenpunkt 200 Franken pro Quartal. Bisher nur von Schülerinnen, sagt sie auf Nachfrage, «ich würde mich aber auch sehr über männliche Schüler freuen».

Lektionen für verschiedene Niveaus

Und dann betont sie erneut: «Jeder kann in die Ballettschule kommen. Auch wer nicht gertenschlank ist oder nicht die perfekte Fussstellung hat, kann tanzen lernen.» Die Lehrpläne der RAD, nach denen Luise Krey unterrichten wird, lassen Abstufungen und unterschiedliche Niveaus zu.

«Es gibt Lehrpläne bis hin zum Ballettprofi, aber auch den ‹Nicht-Profi-Weg›», erklärt die Tanzpädagogin. «Als Absolventin der RAD ist mir ein anatomisch korrekter Unterricht wichtig.» Und sie sieht sich selber auch als Motivatorin: «Natürlich wird es für alle Schülerinnen Kritik geben, man kann immer etwas verbessern. Aber es gibt auch für alle Lob.»

Dass man nicht zwingend in frühester Kindheit mit dem Ballett beginnen muss, dafür ist Luise Krey selber das beste Vorbild. Erst mit 15 Jahren hat sie ihre Leidenschaft entdeckt. «Dann aber hat es mich total gepackt.»

Kultur des Balletts weitergeben

Obwohl sie die Möglichkeit gehabt hätte Profitänzerin zu werden, hat sie sich früh für die Lehrtätigkeit entschieden. «Als Profitänzerin wäre ich mittlerweile schon fast pensioniert», sagt sie schmunzelnd.

Als Lehrerin will sie ihren Schülerinnen und Schülern neben der Ballett-Praxis auch den historischen Hintergrund und die Kultur weitergeben. «Wer Ballett tanzt, kann auch etwas fürs Leben mitnehmen», ist sie überzeugt. Zielstrebigkeit beispielsweise. Durchhaltewillen. Oder Persönlichkeitsbildung. «Und das Zusammenspiel von Bewegung und Musik erfordert und entwickelt kognitive Fähigkeiten.»

Die Ballettschule «ballettissimo» startet am Mittwoch, 14. August. Am 14. Und 22. August finden kostenlose Schnupperlektionen statt.

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