Sisseln

Bei diesem Theater gibt es viele Missverständnisse

Kein Pardon: Doro stellt ihren Mann Maurice zur Rede – beobachtet von Heinrich und Manuela. ari

Theater

Kein Pardon: Doro stellt ihren Mann Maurice zur Rede – beobachtet von Heinrich und Manuela. ari

Eine Mischung aus Liebe, Humor und Missverständnissen. Das Ensemble des Theatervereins Spielleute Sisseln präsentiert die Komödie «Alles verchehrt».

Liebeslust und Liebesfrust, frivoler Humor, pikante Missverständnisse, Seitensprünge, erotische Verirrungen und viel Situationskomik, all das präsentiert der Theaterverein Spielleute Sisseln in seiner neuesten Aufführung «Alles verchehrt» von Ralf Kaspari unter der Regie von Esther Ammann. Es ist die 15. Produktion des Ensembles, nachdem im vergangenen Jahr pausiert wurde.

Fünf recht muntere Damen bringen ein Männerquartett ordentlich zum Schwitzen, denn bei denen läuft manches nicht so, wie es sollte. Die temperamentvolle Doro von Altenberg (Rosmarie Weber) mit ihrer erfrischenden Neigung zum sarkastischen Rundumschlag hat die Nase voll. Sie ahnt, dass ihr Gatte Maurice (Simon Suter) die Finger nicht von anderen Frauen lassen kann und setzt ihn vor vollendete Tatsachen: Mit ihrem kessen, zur Aufmüpfigkeit neigenden Dienstmädchen Steffi (Marion Schmid) verlässt sie die eheliche Nobelvilla und zieht in eine Wohnung aus dem Immobilienbesitz ihres Mannes.

Wie in einem Taubenschlag

Was sie nicht ahnt: In dieser eigentlich unbewohnten Behausung geht es zu wie im Taubenschlag. Leute kommen und gehen durch Türen oder grosse Schränke, sie ist Drehscheibe und Anlaufpunkt für amouröse Abenteurer, Heimlichkeiten und unerfüllte Erwartungen. Die attraktive junge Sonja (Mirjam Hekele) wartet dort auf den nicht mehr ganz frischen, liebeslüsternen Schwerenöter Heinrich (Roland Hasler), den Vater von Maurice. Doch statt ihm stolpert der tollpatschige Thomas (Peter Dietwyler) herein, der nichts ahnend das Schäferstündchen absagt. Und da Thomas so einfältig wie ahnungslos ist, schafft er es in kurzer Zeit, mit amüsanten Ungereimtheiten bei Sonja allerhand Fantasien zu wecken.

Hallodri Erich (Beat Baumgartner) schneit erwartungsfroh durch die Schranktür herein, nach seiner Gespielin Ausschau haltend. Aber vergeblich. Derweil verdingt sich seine bessere Ehehälfte Birgit (Karoline Käser) ungeplant als dienstbarer Geist bei Doro und entwickelt detektivische Fähigkeiten.

Wer ist der Betrüger?

Explosiv wie ein Vulkan platzt Manuela (Michaela Meier, neu im Ensemble), Tochter der Altenbergs und Verlobte von Thomas, ins Geschehen, fest an das Gute im Manne glaubend. Schnell wird sie allerdings eines Besseren belehrt. Wie zu erwarten war, laufen die Dinge aus dem Ruder, zumal jeder der Akteure ein ganz eigenes, spezielles Problem auslebt.

Wer ist Betrüger oder Betrügerin, wer wird betrogen und mit wem? Schaft es Doro, ihrem Mann ein Geständnis abzuringen? Wenn ja, was ist das wert? Denn gegenüber seiner dominanten Frau hat er immer die schlechteren Karten, wenn sicher auch keine reine Weste.
Mit Sinn für Hintersinnigkeiten und Wortspielereien, mit Ironie und Witz darf sich das Publikum von den Schauspielerinnen und Schauspielern auf höchst vergnügliche Art zwei Stunden verwöhnen lassen.

Die Aufführungen finden am Samstag, 29.Oktober, (Premiere), am Freitag, 4.November und am Samstag, 5.November jeweils um 20 Uhr in der Turnhalle Sisseln statt.

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