Schupfart
Bei der Kapellenrenovation wurde viel gearbeitet, aber auch viel gelacht

Die Stiftung Pro Fricktal zeichnet die vielen freiwilligen Helfer der Kapellenrenovation in Schupfart aus. Es ist das erste Mal, dass die Stiftung den mit 10000 Franken dotierten Preis nicht an eine Einzelperson, sondern an eine Gruppierung geht.

Susanne Hörth
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George Erni (links) nimmt den Check in Höhe von 10000 Franken von Heinz Schmid entgegen.

George Erni (links) nimmt den Check in Höhe von 10000 Franken von Heinz Schmid entgegen.

Die Fatimakapelle in Schupfart ist das herausragende Beispiel für gemeinsam und freiwillig gelebtes Engagement. Nur so war es möglich, dass der kleine sakrale Bau umfassend saniert werden konnte, sich heute den Besuchern als stilvoll saniertes Kirchlein präsentiert. Dazu beigetragen haben, so George Erni, Mitglied der röm.-kath. Kirchenpflege und für bauliche Fragen verantwortlich: «19 Frondienstler, die bei Wind und Wetter rund 570 Stunden gearbeitet haben, dabei auch viel gelacht haben und ohne Chef ausgekommen sind.»

Dieser uneigennützige Einsatz zum Erhalt der Schupfarter Kapelle ist der Stiftung Pro Fricktal besonders aufgefallen, sie hat deshalb beschlossen, den Fricktalerpreis nicht an eine Einzelperson, sondern erstmals an eine Gruppierung zu vergeben. Bei der Preisübergabe von Mittwochabend lobte Heinz Schmid, Präsidentin der Stiftung, die in Schupfart vorbildlich geleistete gemeinnützige Arbeit. «Das hebt sich wohltuend vom Egoismus vieler Zeitgenossen ab.»

Fronarbeit schon 1956 und 1957

Bereits in ihrer Erstellungszeit 1956/1957 durfte die Kapelle auf den unentgeltlichen Einsatz zahlreicher Helfer zählen. Heinz Schmid zitierte aus einem Artikel aus der damaligen Lokalzeitung: «Die Kapelle ist mit unendlich viel Liebe aufgebaut worden. Sie zeugt auch vom grossen Können unserer Schupfarter Handwerker, welche freiwillig viele Freizeitstunden opferten, um ein stilvolles, unendlich harmonisches Kirchlein zu erstellen.» Dafür, dass diese Harmonie - am Mittwochabend wurde zudem oft auch von einem stillen Ort der Kraft gesprochen - nicht dem Zerfall preisgeben wurde, dafür hat sich ein starkes Schupfarter Team eingesetzt.

«Der Preis ist diesmal mit 10 000 Franken ausgezeichnet. Es ist das Dankeschön unserer Stiftung an alle, die zum Erhalt dieses einzigartigen Wahrzeichens beigetragen haben», erklärte Heinz Schmid bei der Übergabe des Checks an George Erni. Es ist ein Beitrag an den Schuldenabbau. Denn trotz der geleisteten Gratisarbeit, privater Spendegelder von 23 000 Franken besteht noch eine Renovationsschuld.

Und auch noch ein Weg

Der Weg ist Teil des Zieles. Das bewahrheitet sich bei der Fatimakapelle im Besonderen. In keinen Budgetposten erwähnt war der Weg zur Kapelle. Die freiwilligen Helfer haben auch hier die Ärmel hochgekrempelt und tüchtig angepackt. Damit gesorgt, dass die Kapelle über einen festen Mergelweg, darunter eine solide Kofferung über den steilen Hang erreicht werden kann. Hier wären zusätzlich 40 000 Franken notwendig gewesen, weiss George Erni. Die Fatimakapelle ist. Das Wort Kapelle bedeutet «Mänteli» so der Fricktaler Historiker Linus Hüsser. Ganz in diesem Sinne umhüllt die Fatimakapelle ihre Besucher mit einem Mantel der Geborgenheit und der Ruhe.

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