Möhlin
Bei der Baustelle an der Landstrasse wirds nicht nur für Schüler gefährlich

Seit zwei Monaten ist die Landstrasse eine Baustelle. Die Folge sind gefährliche Situationen für die Verkehrsteilnehmer. Es kommt zu riskanten Ausweichmanövern.

Nadine Böni
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Die grosse Baustelle Löwenbrücke in Möhlin. NBO

Die grosse Baustelle Löwenbrücke in Möhlin. NBO

Rund 12 000 Fahrzeuge befahren täglich die Landstrasse durch Möhlin. Seit gut zwei Monaten müssen sie dabei eine Grossbaustelle passieren: Die Landstrasse wird in einem Teilabschnitt saniert, Werkleitungen und Löwenbrücke erneuert. Die Folgen für die motorisierten Verkehrsteilnehmer sind Lichtsignalanlagen auf der Landstrasse und der Bahnhofstrasse – und ein Umweg für die Fussgänger.

Ausweichmanöver auf Parkplatz

Diese werden nämlich wo immer möglich auf kleineren Wegen um die Baustelle herum umgeleitet, beispielsweise hinter dem Restaurant Löwen und dem Alters- und Pflegeheim Stadelbach. Trotzdem ist im Dorf immer wieder die Rede von den gefährlichen Situationen bei der Baustelle: Fussgänger, die hinter der Ampel unerwartet zwischen Baustellen-Abschrankungen hervortreten; Velofahrer, die die Strasse queren und dabei von Autofahrern übersehen werden oder sich nicht ans Lichtsignal halten. Der Parkplatz des Restaurants Adler wird nicht selten für riskante Ausweichmanöver missbraucht. Kommt hinzu, dass der Schulweg vieler Schüler aus dem Möhlintal durch die Baustelle führt. Es sei eine Frage der Zeit, bis es zu einem Unfall komme, sagen Dorfbewohner.

Der Kanton weiss um die Situation

Beim Kanton weiss man um die Situation: «Die Anliegen der Bevölkerung und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sind für den Kanton immer zentrale Anliegen», sagt Alex Joss, Projektleiter der Sanierung der K292 in Möhlin. «Im Vorfeld der Bauarbeiten wurde die Bevölkerung mehrmals über das Bauvorhaben informiert, und zusammen wurden Lösungen erarbeitet.»

Diese sehen unter anderem eine frühzeitige Beschilderung der Baustelle vor. Schon in Eiken, Stein und Rheinfelden werden die motorisierten Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam gemacht, dass die Durchfahrt durch Möhlin erschwert ist. «Damit soll erreicht werden, dass Automobilisten, die nicht nach Möhlin müssen, die Autobahn benutzen», sagt Joss. Auch ist der Unternehmer angewiesen, gerade mit Blick auf das nahe gelegene Alters- und Pflegeheim sowie den Schulweg, die Baustellen-Abschrankung strikte zu kontrollieren. Während den Hauptverkehrszeiten ist zudem ein Verkehrsdienst vor Ort.

Während den Baustellensitzungen alle zwei Wochen ist das Thema Sicherheit trotzdem immer ein Traktandum. «So wurde an der letzten Baustellensitzung beschlossen, dass zusätzliche provisorische Kandelaber zur Beleuchtung aufgestellt werden», sagt Joss. Ihm bleibt der Appell an die Verkehrsteilnehmer, sich an die Regeln zu halten. Denn: «Wenn sich alle Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll verhalten und innerhalb der Baustelle die Geschwindigkeit den gegebenen Umständen anpassen, ist auch diese Baustelle nicht gefährlicher als andere.»