Laufenburg
Befürworter entscheiden erste Parkhaus-Etappe für sich

Auf der Burgmatt in Laufenburg sollen bis zu 180 Parkplätze entstehen, 100 davon unterirdisch. Das Stimmvolk sprach sich für einen entsprechenden Projektierungskredit in Höhe von 150'000 Franken aus.

Marc Fischer
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Vorderhand werden auf der Burgmatt keine neuen Parkierungsanlagen und auch kein Parkhaus geplant. sh/archiv

Vorderhand werden auf der Burgmatt keine neuen Parkierungsanlagen und auch kein Parkhaus geplant. sh/archiv

Parkplatzbedarf versus Finanzsorgen. Auf diese Kurzformel kann die Diskussion über den Projektierungskredit für die Parkierungsanlagen auf der Burgmatte inklusive Parkhaus gebracht werden. 150 000 Franken beantragte der Stadtrat vom Souverän. Ressortvorsteher Carlo Alfano stellte das Traktandum vor und warb für ein Ja zum Geschäft.

«Der Bedarf an Parkplätzen in zentraler Lage ist in Laufenburg vorhanden», betonte er. Der Wunsch sei von Firmen und von Privatpersonen an den Stadtrat herangetragen worden. Stadtammann Lüscher ergänzte: «Neuer Parkraum an zentraler Lage ist nur in der Tiefe möglich.»

Die Idee unter den bestehenden beiden öffentlichen Parkplätzen auf der Burgmatt ein Parkhaus mit rund 100 Plätzen zu bauen und oberirdisch weitere 40 bis 80 Plätze bereitzustellen sei aus verschiedenen Gründen aktuell so Lüscher und Alfano.

Der Burgmattparkplatz müsse so oder so saniert werden und der Ausbau der Kantonsstrasse K130 steht an. «Für den Bau des Parkhauses müssen Werkleitungen in der Burgmatt-strasse umgelegt werden. Diese Planungen müssen jetzt gemacht werden, dass wir sie mit den Arbeiten an der K130 koordinieren können», betonte Alfano. Sonst sei der Zug abgefahren.

Baubeginn für das Parkhaus wäre erst nach dem Ausbau der K130 – also ungefähr 2017 oder 2018, so Alfano weiter. «Aber wir müssen die Grundlagen jetzt schaffen, um dann bereit zu sein.» Er führte auch aus, dass bei einem Ja zum Projektierungskredit von 150 000 Franken zunächst Probebohrungen gemacht werden müssten, um den Untergrund zu überprüfen.

Derzeit belaufen sich die geschätzten Kosten für das Projekt auf vier Millionen Franken. Grund genug für die Gegner, bereits vor dem Projektierungskredit gegen das Parkhaus zu kämpfen.

Ein Votant listete die geplanten Investitionen der Stadt in den kommenden Jahren auf (Werkleitungssanierungen Altstadt, Sanierung K130) und kam zum Schluss: «Das ist eine sorglose Schuldenpolitik, wir laufen Gefahr einer hohen Verschuldung.»

Bereits an der letzten Gemeindeversammlung hätte der Stadtrat in Aussicht gestellt, dass der Steuerfuss wohl erhöht werden müsse. «Laufenburg darf aber keine Steuerhölle werden», betonte der Versammlungsteilnehmer.

Schon davor hatte er Support von der Finanzkommission erhalten. Im Bericht über die Rechnungsprüfung hatte Kommissionspräsiden Hansjürg Fischer trotz des guten Ergebnisses im Jahr 2012 für die Zukunft ein düsteres Bild gemalt und betont: «Die Finanzkommission hat für sich entschieden, den Projektierungskredit für die Parkierungsanlagen abzulehnen.»

Alfano und Lüscher betonten, Laufenburg werde nicht in ein finanzielles Desaster schlittern. Zudem würde das Parkhaus durch Mieteinnahmen für die Parkplätze bis zu einem gewissen Grad refinanziert. «Wir streben hier eine Doppelbelegung an», so Alfano.

Tagsüber sollen die Parkplätze an Firmen und Pendler vermietet werden, abends und nachts an Einwohner und Besucher. Der Souverän aber folgte letztlich knapp den Befürwortern, 80 Ja-Stimmen standen 61 Nein-Stimmen gegenüber.