Mettauertal

Baustart für Werkzeugfachbau

Nur sieben Monate nach dem Spatenstich soll das neue Produktionsgebäude der Jehle AG bereits in Betrieb gehen. dka

Nur sieben Monate nach dem Spatenstich soll das neue Produktionsgebäude der Jehle AG bereits in Betrieb gehen. dka

Die Jehle AG will in einer neuen Produktionsstätte den Werkzeugbau optimieren.

Für Ulrich Jehle, Verwaltungsrats-Präsident der Jehle AG, ist es der siebte grosse Spatenstich in seiner 45-jährigen Firmengeschichte. Mit dem «Werkzeugfachbau 3.9» soll bis zum Jahresende eine 100 mal 24 Meter grosse Produktionsstätte entstehen. Mit dem Neubau, sowie moderneren Maschinen soll die Durchlaufzeit in der Werkzeugfertigung um bis zu 40 Prozent beschleunigt werden.

Durch die Frankenaufwertung um rund 30 Prozent über die letzten zehn Jahre seien für das Unternehmen zusätzliche Herausforderungen entstanden. «Das ist für ein exportorientiertes Unternehmen nicht nichts», so Ulrich Jehle. Dieser Herausforderung wolle man aber mit «Innovationsgeist und Risikofreundlichkeit» begegnen und mit dem «Werkzeugfachbau 3.9» wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Mit der Gestaltung der Fassade – um den Betonbau wird eine Blechhülle errichtet - wolle man ästhetisch ein Ausrufezeichen setzen. «Die Fassade ist ein Ausdruck der Kreativität und soll die Leute zum Nachdenken anregen, was wohl im Inneren des Gebäudes gemacht wird», so Ulrich Jehle.

Regierungsrat Urs Hofmann sieht im Investitionsentscheid der Jehle AG in raueren Zeiten ein positives Beispiel für den Kanton als Wirtschaftsstandort. «Wir sind im Aargau auf KMUs angewiesen, die an die Zukunft glauben und in diese investieren.» Gerade das Mettauertal sei eine Region, die durch die Fusion von fünf Ortsteilen im Jahr 2010 Mut bewiesen habe, genauso wie die Firma Jehle durch den Investitionsentscheid, so Hofmann.

Zu einem Abbau der Arbeitsplätze werde es durch die verstärkte Automatisierung nicht kommen, sagte Michael Jehle, Mitglied der Geschäftsleitung. Lediglich eine Umstrukturierung sei vorgesehen. «Dies bedeutet, dass das Programmieren wichtiger wird, hingegen müssen die Angestellten weniger Zeit an der Maschine verbringen», so Michael Jehle.

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